Wasserstoff & Brennstoffzellen

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Trading Idea

Meiner Meinung nach ist Wasserstoff der Energieträger der Zukunft und wird Lithium-Akkus früher oder später den Rang als Energiespeicher ablaufen. Das liegt daran, dass Li-Akkus zu viele Probleme aufweisen, die aus meiner Sicht nicht beherrschbar sind und die marktreife verhindern. Probleme sind z.B. Reichweite, Gewicht, Umweltbelastung, Recycling und Energiespeichervermögen.

Meiner Meinung nach besitzt die nächste Entwicklungsstufe in Form von Brennstoffzellen ein größeres Potential. Die Vorteile im Vergleich zu Li-Akkus liegen auf der Hand: Höhere Energiedichte, höhere Lebensdauer, geringeres Gewicht, höhere Reichweite sowie geringere Umweltbelastung. Sobald die Brennstoffzellen sowie die Wasserstofferzeugung kosteneffizienter und für Jedermann erschwinglich werden, wird dies aus meiner Sicht der Energieträger der Zukunft sein.

In diesem Wikifolio soll daher in Aktien von Unternehmen investiert werden, die mit Wasserstoff und Brennstoffzellen ihr Geld verdienen. Dies soll die gesamte Wertschöpfungskette, von der Wasserstofferzeugung bis hin zur Speicherung in Brennstoffzellen sowie der Endnutzung in bspw. Fahrzeugen, umfassen. Auch Service und Dienstleistungen entlang dieser Wertschöpfungskette sollen mit inbegriffen sein. Mit eingeschlossen sollen auch Unternehmen sein, deren Hauptaktivität woanders liegt, die aber bereits einen Teil des Umsatzes mit Wasserstoff und Brennstoffzellen erwirtschaften. Es soll nur in Aktien investiert werden. Der Anlagehorizont soll in der Regel langfristig sein mit Haltedauern von Monaten bis Jahren. Durch eine breite Streuung von Branchen und Ländern soll außerdem das Anlagerisiko minimiert werden.

Die Auswahl und Gewichtung in diesem Wikifiolio soll hauptsächlich mit Hilfe von finanzwirtschaftlichen Kennzahlen erfolgen, wie z.B. PE-Ratio, PEG-Ratio, PB-Ratio, ROE oder ROA. Zusätzlich sollen aktuelle Nachrichten, Fachberichte und Analysen zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. show more
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Master data
Symbol
WF00HY2050
Date created
2018-07-06
Index level
High watermark
223.5

Rules

wikifolio labels

Investment Universe

Trader

Stefan Krick
Registered since 2016-04-18

Decision making

  • Fundamental analysis
  • Other analysis

Comments

Comment on PLUG POWER INC. DL-,01

Branchenupdate Wasserstoff & Brennstoffzellen

Nachdem das Wikifolio „Wasserstoff & Brennstoffzellen“ Mitte Juli ein neues Rekordhoch erreichen konnte fiel es anschließend wieder etwas. Im August kehrte es wieder auf den Wachstumspfad zurück und steht nur noch wenige Prozentpunkte vor einem neuen All-Time-High. Während die Tech Aktien von einem Hoch zum anderen steigen hat sich die Wasserstoffbranche eine kleine Auszeit gegönnt und stieg nicht mehr ganz so stark wie zuvor. Dadurch, dass einige Unternehmen positive Quartalsergebnisse geliefert haben und die Kurse etwas nachgaben sind auch die Bewertungen (EV/Sales) etwas gesunken, wodurch ein Investment wieder etwas lukrativer erscheint. Im Folgenden möchte ich auf ein paar Ereignisse und Sachverhalte eingehen:

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Plug Power weiter auf Wachstumskurs

Plug Power erzielte im 2. Quartal 2020 (April-Juni) die höchsten Umsätze seiner Geschichte im Vergleich zu den Vorjahren. Der Umsatz stieg auf 72,4 Mio. US$ was einer Steigerung von 18 % entspricht. Das ist umso erstaunlicher als das dieses Quartal voll in die Corona-Krise gefallen ist und man trotzdem den Umsatz steigern konnte. Außerdem wurden die Akquisitionen von Giner ELX und United Hydrogen abgeschlossen. Zusätzlich hat Plug Power eine Kapitalerhöhung (ca. 30 Mio. Aktien zu 10,25 US$) durchgeführt um sich frisches Geld für seine Wachstumsstrategie (Ziel bis 2024: 1,2 Mrd. US$ Umsatz und 20 Mio. US$ EBITDA) zu besorgen. Auf dem hohen Kursniveau war das ein kluger Schachzug von Plug Power um sich ordentlich Cash zu besorgen. Die Anleger erfreute das zunächst natürlich nicht und der Kurs sank. Allerdings wurde die Kapitalerhöhung aufgrund der Aussichten gut weggesteckt und der Kurs notiert aktuell deutlich über dem Ausgabepreis der neuen Aktien. Außerdem konnte Plug Power mit Asda (drittgrößte Supermarktkette in UK) einen großen Kunden für seine wasserstoffbetriebenen Gabelstapler gewinnen. Somit expandiert Plug Power weiter und setzt nun erstmals seine Technologien in Großbritannien ein. Ende Juli startete man außerdem mit der neuen „Gensure HP Fuel Cell Platform“ für die Notstromversorgung von Rechenzentren und gewerblichen Einrichtungen. Trotz der guten Wachstumsaussichten ist Plug Power mit einem EV/Sales von 14 auch noch deutlich besser bewertet als z.B. Ballard Power mit knapp 30.

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Hexagon Composites - Abspaltungspläne für Elektromobilität-Geschäftseinheit Purus

Der Hochdruckbehälter-Spezialist Hexagon Composites plant die Geschäftseinheit „Purus“ abzuspalten. Purus bündelt die Produkte für die Elektromobilität (batterieelektrisch und brennstoffzellenbetrieben). Durch eine Privatplatzierung will Hexagon Composites etwa 75,4 Mio. € einsammeln um genügend finanzielle Mittel für die zukünftige Entwicklung der separaten Gesellschaft zu haben. Die Anleger finden die Pläne offenbar sehr spannend weshalb die Aktie zuletzt deutlich gestiegen ist. Kein Wunder denn die Purus-Wasserstoffsparte ist die am stärksten wachsende Geschäftseinheit von Hexagon Composites. Zwar werden aktuell noch Verluste damit erzielt doch die Wachstumsaussichten sind hervorragend. Mit der Abspaltung möchte man noch stärker vom European-Green-Deal sowie von damit einhergehenden Skaleneffekten profitieren. Hexagon Purus liefert bereits Systeme für Toyotas Lastkraftwagen, Mercedes und das H2 Bus Projekt und hat weitere Aufträge von Kunden aus der Luft- und Raumfahrt sowie den USA erhalten. Außerdem erhält Hexagon Finanzierung vom US Department of Energy. Die Aktie von Hexagon Composites ist damit aus dem Tiefschlaf erwacht. Die Abspaltungspläne sowie die Aussichten von den weltweiten Fördermaßnahmen zu profitieren treiben die Aktie an. Mit einem EV/Sales von 3,5 ist die Bewertung des Unternehmens auch noch relativ niedrig im Branchenvergleich.

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NEL Asa - nach schwachem 1. Quartal mit deutlichem Schub im 2. Quartal

Nachdem NEL Asa im 1. Quartal 2020 deutlich enttäuschte und der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stagnierte meldet man sich nun stark zurück. Im 2. Quartal stieg der Umsatz um 21 % von 11,62 Mio. € auf 14,1 Mio. €. Als Reaktion auf die guten Quartalszahlen sprang die NEL Asa Aktie wieder deutlich an und konnte zuletzt sogar die Marke von 2 € zurückerobern. Mit einem EV/Sales von aktuell knapp 50 ist NEL Asa dennoch sehr hoch bewertet. Allerdings baut man die für den European-Green-Deal und die Deutsche Wasserstoffstrategie so dringend benötigten Elektrolyseanlagen und Wasserstofftankstationen. Zusätzlich wird NEL Asa durch die Zusammenarbeit mit Nikola Motors, welche im Juni an die Börse gingen, angetrieben. Nikola plant in den USA ein flächendeckendes Netz aus Wasserstofftankstellen aufzubauen, u.a. für seinen 2023 erscheinenden Brennstoffzellen-Truck Nikola Two. NEL Asa soll bei dem Aufbau der Infrastruktur, insbesondere der Betankungsstationen, helfen. Durch das Listing von Nikola Motors ist der Auftragsbestand von NEL um 75 % angewachsen auf nunmehr knapp 95 Mio. €. Wenn die Corona-Krise vorbei ist und die europaweiten Wasserstoff-Fördermaßnahmen greifen, wird wahrscheinlich auch das Wachstum weiter zunehmen.

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Joe Biden und US Green New Deal

In den USA entbrennt so langsam der Kampf um die Präsidentschaft. Joe Biden hat im Falle seiner Wahl angekündigt einen 2 Billionen US$ schweren Klimaplan voranzutreiben, den „Green New Deal“. Dies würde alle Unternehmen die sich mit CO2-Reduzierung und Erzeugung regenerativer Energien beschäftigen einen ordentlichen Schub geben. Die Wasserstoffbranche könnte dadurch ein ordentliches Stück vom Kuchen abbekommen. Joe Biden möchte ebenfalls zurück in das Pariser Klimaabkommen da ihm der Klimaschutz sehr wichtig ist. Joe Biden steht also für Nachhaltigkeit und eine grüne Zukunft. Trump ist dagegen das krasse Gegenteil und den Klimawandel hält er für nicht existent. Die kommende US-Präsidentschaftswahl spielt also für die Wasserstoffbranche eine entscheidende Rolle. Wer damit rechnet das Joe Biden gewählt wird kann jetzt frühzeitig in Wasserstoffwerte investieren und würde dann vermutlich stark profitieren. Wer hingegen glaubt das Trump gewählt wird sollte mit den Wasserstoffwerten etwas vorsichtiger sein.

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Fazit

Man weiß nicht wie es mit der Corona-Krise weitergeht. Aktuell ignorieren die Börsen die steigenden weltweiten Infektionszahlen und keiner rechnet mit einem 2. Lockdown. Aber ganz ehrlich: Kein Land kann sich einen 2. Lockdown leisten, da dies für die Volkswirtschaft den „Todesstoß“ bedeuten würde. Daher werden die Regierungen dieser Welt alles dafür tun, dass es nicht dazu kommt. Außerdem gibt es ein paar aussichtsreiche Impfstoffkandidaten. Die Börsen rechnen demnach damit, dass es keinen 2. Lockdown geben wird und ein Impfstoff spätestens im 1. Halbjahr 2021 verfügbar sein wird. Die US-Wahlen sind eine weitere Unsicherheit da sich die Präsidenten sowie deren Ziele und Maßnahmenpakete sehr unterscheiden. Auf lange Sicht spielt das alles meiner Meinung nach aber kaum eine Rolle. Natürlich können die Börsen nochmal einbrechen, aber was spielt das für eine Rolle in 5 oder 10 Jahren, wenn die Wandlung zur globalen Wasserstoffwirtschaft weiter voranschreitet. Wie beschrieben weiten viele Unternehmen der Wasserstoffbranche ihre Geschäftsaktivitäten aus und verzeichnen hohe Umsatzwachstumsraten und das trotz Corona. Das Geld was durch die ganzen Fördermaßnahmen in die Märkte fließt, und im Falle einer Wahl von Joe Biden noch fließen wird, treibt die Wasserstoffbranche an. Ich denke das Wachstum wird noch weiter anhalten. Es gilt jetzt die richtigen Unternehmen zu identifizieren die „das Rennen machen werden“ und das Potenzial zu einem „global player“ haben, quasi das Wasserstoff-Amazon von morgen. Denn es ist auch klar, dass es nicht jedes Unternehmen schaffen wird.

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Comment on CELL IMPACT AB B

Cell Impact - Herstellung von Durchflussplatten für wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen mit interessanten Wachstumsaussichten

Heute möchte ich ein bisher noch recht unbekanntes und noch sehr kleines Unternehmen aus der Wasserstoffbranche vorstellen. Es handelt sich um die Firma Cell Impact aus Schweden. Cell Impact stellt quasi die Basis einer jeden Brennstoffzelle her, die sogenannten Bipolarplatten bzw. Durchflussplatten (engl. metal bipolar flow plates for hydrogen fuel cells). Zwei Durchflussplatten schließen jeweils eine Membran, z.B. eine PEM (engl. proton exchange membrane), ein und bilden einen sogenannten Stapel (engl. Stack). In diesem Stapel findet dann die elektrochemische Reaktion statt indem Wasserstoff unter Luftzufuhr zu Strom, Wärme und Wasser verwandelt wird. Da ein Stack nur eine geringe Spannung von ca. 1 V liefern kann werden mehrere Stacks aufeinandergestapelt um die Leistung zu erhöhen (ein sogenannter Brennstoffzellenstapel). Man kann quasi beliebig viele Stacks zu einer Brennstoffzelle stapeln um eine gewünschte Leistung zu erzielen. Cell Impact stellt also die Ausgangsbasis jeder Brennstoffzelle her.

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Cell Impact hat ein spezielles Verfahren entwickelt um die Durchflussplatten herzustellen. In diesem Jahr wurde auch das Hauptpatent für Cell Impacts „Hochgeschwindigkeitsumformung“ in allen wichtigen Ländern wie Europa, USA, Japan und China erteilt. Außerdem hält man sechs weitere Patente für bestimmte Unterlösungen und drei weitere Patente sind in der Beantragung (Quelle). Die dünnen Durchflussplatten mit ihren Kanälen zum Gastransport herzustellen ist sehr aufwändig. Qualitativ hochwertige Durchflussplatten sind dabei essentiell für eine lange Lebensdauer und hohen Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle. Genau hier setzt Cell Impact an indem man sich auf das Design, die Simulation und die Herstellung dieser Durchflussplatten konzentriert. Wenn der Markt für wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen weiter wächst kann sich ein enormes Marktpotenzial ergeben. Sofern man es dann noch schafft einen technologischen und/oder Kostenvorsprung gegenüber der Konkurrenz zu generieren, wäre dieses Potenzial um ein Vielfaches größer.

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Cell Impact konnte seinen Umsatz von 0,15 Mio. € im Geschäftsjahr 2017 auf 1,16 Mio. € im Geschäftsjahr 2019 steigern (Geschäftsjahr endet am 31. Dezember), der Umsatz wurde also nahezu verachtfacht. Auch in diesem Jahr geht es mit dem Umsatzwachstum stark weiter. So konnte man im ersten Quartal (Januar-März 2020) bereits 0,7 Mio. € Umsatz erzielen, d.h. es wurde bereits mehr als die Hälfte des Umsatzes aus dem Jahr 2019 erzielt und das in einem Viertel der Zeit (Quelle). Außerdem sind die Auftragsbücher gut gefüllt: Seit Anfang des Jahres sind insgesamt Aufträge im Gesamtwert von fast 1,7 Mio. € hinzugekommen (0,53 Mio. € durch NKC Japan und 1,12 Mio. € durch einen nordamerikanischen Kunden). D.h. schon jetzt stehen in der Pipeline noch ausstehende Umsätze welche knapp dem 1,5-fachen des Umsatzes 2019 entsprechen und dabei ist erst etwas über die Hälfte des Jahres vorbei. Man kann also zweifelsohne sagen, dass Cell Impact ordentlich Gas gibt und das exorbitant schnelle Wachstum dieses Jahr trotz Corona weiter bestand haben sollte.

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Natürlich hat das exorbitant schnelle Umsatzwachstum auch seinen Preis, so wird sich das negative Betriebsergebnis in diesem Jahr wahrscheinlich weiter ausweiten (2017 betrug es -1,66 Mi. € und 2019 -4,32 Mio. €). Allerdings interessiert in solchen Wachstumsmärkten das Betriebsergebnis noch recht wenige Anleger, da man ja erst am Anfang steht. Es gilt zu Beginn viel zu investieren um Marktanteile zu generieren und sich einen technologischen sowie wirtschaftlichen Vorteil zu erarbeiten. Später kann man dann an der Profitabilitätsschraube drehen und seine Produkte kommerzialisieren. Das Interesse zeigt sich auch in dem Aktienkurs: So ist die Aktie von Cell Impact innerhalb eines Jahres von ca. 0,5 € auf nunmehr 3 € angestiegen was einer Kursversechsfachung entspricht. Die Unternehmensbewertung ist nun ebenfalls sehr ambitioniert, bereits im Geschäftsjahr 2019 lag das EV/sales bei 32. Wenn man den im 1. Quartal erzielten Umsatz hochrechnet auf das Gesamtjahr würde sich aktuell ein EV/sales von 55 ergeben. D.h. Cell Impact ist wirklich hoch bewertet, selbst für ein Unternehmen aus der Wasserstoffbranche (wobei es noch deutlich höher bewertete Unternehmen gibt wie z.B. ITM Power).

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Auf den ersten Blick könnte man auch meinen, dass Cell Impact solide finanziert ist: Man ist Schuldenfrei und hat bei 3,27 Mio. € Eigenkapital eine EK-Quote von 71 %. Leider täuscht das etwas, da der negative free cash flow im Geschäftsjahr 2019 3,4 Mio. € betrug und dieses Jahr weiter anwachsen dürfte. D.h. man muss sich wahrscheinlich noch innerhalb dieses Jahres Gedanken zur weiteren Finanzierung machen und sich Geld beschaffen, z.B. über eine Kapitalerhöhung oder Darlehensaufnahme.

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Fazit:

Cell Impact ist ein sehr kleines Unternehmen und bedient eine Nische mit ihren Durchflussplatten, welche in hohen Stückzahlen für Brennstoffzellen benötigt werden. Das exorbitante Umsatzwachstum sowie die in diesem Jahr hinzugekommenen Aufträge zeigen ganz klar, dass Wasserstoff-Brennstoffzellen mehr und mehr nachgefragt werden. Dem gegenüber steht allerdings auch ein hoher Cash-Burn und man ist noch weit davon entfernt bei der für Wachstumsunternehmen so wichtigen Rule-of-40 bzw. dem Efficiency Score (Umsatzwachstum + Free Cash Flow Margin) im positiven Bereich zu sein. Cell Impact steht noch ganz am Anfang und hatte vor dem Geschäftsjahr 2018 kaum nennenswerte Umsätze. Wenn man in Zukunft das Wachstum aufrechterhalten und nach und nach an der Profitabilitätsschraube drehen kann, könnte Cell Impact ein interessantes Investment im Zukunftsmarkt Wasserstoff und Brennstoffzellen sein.

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Comment on BLOOM ENERGY A DL-,0001

Bloom Energy kündigt erste Strategie für den Markteintritt von Wasserstoff an

Bloom Energy gab heute bekannt, dass es mit der Einführung wasserstoffbetriebener Brennstoffzellen und Elektrolyseure, die regenerativen Wasserstoff erzeugen, in den kommerziellen Wasserstoffmarkt einsteigt. Diese Produkte werden erstmals im Jahr 2021 auf dem südkoreanischen Markt durch eine erweiterte Partnerschaft mit SK Engineering and Construction (SK E&C), einer Tochtergesellschaft der SK-Gruppe, eingeführt. Die Technologien von Bloom sind von entscheidender Bedeutung, um den von der südkoreanischen Regierung vorgegebenen Fahrplan für die Wasserstoffwirtschaft umzusetzen. Blooms bestehende Partnerschaft mit SK E&C hat bereits 120 Megawatt Brennstoffzellen in Südkorea verkauft und damit mehr als 1 Milliarde Dollar an Ausrüstung und zukünftigen Dienstleistungseinnahmen für Bloom generiert.

https://investor.bloomenergy.com/press-releases/press-release-details/2020/Bloom-Energy-Announces-Initial-Strategy-for-Hydrogen-Market-Entry/default.aspx

Bloom Energy will damit am stark ansteigenden Bedarf von Elektrolyseuren partizipieren. Bisher hat Bloom Energy lediglich Brennstoffzellen zur Stromerzeugung, den "Bloom Energy Server", angeboten. Diese Systemen wurden vor allem als Notstromaggregate genutzt sowie zur stationären Energieversorgung. Die ersten Systeme sollen mit dem koreanischen Partner SK Engineering and Construction eingeführt werden. 

Die Aktie von Bloom Energy schnellt auf diese Meldung heute um 30 % nach oben und durchbricht mit 15 € das Jahreshoch aus 2019. Seit dem Börsengang von Bloom Energy im Jahr 2018 war der Kurs kontinuierlich gefallen. Nun scheint sich endgültig ein langfristiger Aufwärtstrend zu bilden. Nicht zuletzt aufgrund der vielen beschlossenen Förderpakete rund um den Globus. Bloom Energy will nun davon profitieren und sich breit aufstellen indem man in Zukunft nicht nur Brennstoffzellen anbietet, sondern auch die Elektrolyseure um den Wasserstoff herzustellen. Dadurch wird Bloom Energy ebenfalls zu einem Komplettanbieter, von der Wasserstofferzeugung durch Elektrolyseure bis hin zur Verstromung in Brennstoffzellen. Bloom Energy konzentriert sich dabei auf den stationären Bereich und bietet Hochtemperaturbrennstoffzellen, sogenannte SOFC (Solide Oxide Fuel Cells), an. Für die Elektrolyse wird der Prozess umgekehrt und nennt sich dann SOEC (Solid Oxide Elektrolyzer Cells).

Bisher erregt das Thema Wasserstoff & Brennstoffzellen vor allem im bereich Mobilität Aufmerksamkeit. Ich denke, dass ein noch viel größeres Potential in der Zukunft im Bereich stationäre Anwendungen, vor allem in der Gebäudetechnik, liegen wird. Dadurch das Bloom Energy mit seinen stationären Brennstoffzellen  lange Jahre Erfahrung sammeln konnte und die "Bloom Energy Server" bereits im Serieneinsatz sind, ergibt sich ein großes Potenzial. Als Komplettanbieter kann Bloom Energy in Zukunft das gesamte Leistungsspektrum aus einer Hand anbieten.

Bisher war ich mit Bloom Energy immer etwas vorsichtig, da die Finanzierung der langfristigen Geschäftstätigkeit in meinen Augen auf wackeligen Füßen stand. Außerdem gefällt es mir nicht, dass man ein negatives Eigenkapital hat. Man ist gezwungen die nächsten Jahre nachhaltig einen positiven Free Cash Flow zu erwirtschaften, denn sonst wird man langfristig aufgrund der riesigen Schulden nicht überleben. Positiv ist, dass man im letzten Geschäftsjahr einen positiven Free Cash Flow erwirtschaften konnte und dieser auch im laufenden Jahr positiv ist. Wenn es Bloom Energy schafft seine Marktanteile noch weiter auszubauen und die Profitabilität zu steigern ist man auf einem guten Weg. Das Umsatzwachstum ist sowieso stark mit durchschnittlich 60 % über die letzten drei Jahre. Aufgrund der neuen positiven Nachrichten und weil ich glaube, dass Bloom Energy durch die Erweiterung seiner Strategie noch mehr von den Fördermaßnahmen profitieren wird, werde ich die Position im wikifolio etwas ausbauen. Es kann gut sein, dass wir uns jetzt langsam in Richtung All-Time-High bei knapp 30 € aus dem Jahr 2018 bewegen. 

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Comment on MCPHY ENERGY S.A. EO 0,12

Das wikifolio "Wasserstoff & Brennstoffzellen" findet im folgenden Bericht Erwähnung. Es geht um die 10 meist gehandelten Aktien, worunter sich diese Woche die drei Wasserstoffwerte Plug Power, Nikola und Powercell Sweden befinden:

https://www.wikifolio.com/de/de/blog/meistgekaufte-aktien-der-woche-home24
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Letzte Woche wurde zudem die EU-Wasserstoffstrategie verabschiedet. Die Europäische Kommission hat Wasserstoff als entscheidenden Faktor für den Übergang zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft eingestuft. Da 75 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU aus dem Energiebereich stammen, wird vor allem dort ein Paradigmenwechsel benötigt um klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Wasserstoff soll dabei eine Schlüsselrolle zukommen und das Energiesystem der EU flexibler machen.
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Am meisten profitiert aktuell der französische Elektrolyse-Spezalist McPhy von den ganzen beschlossenen Förderpaketen der EU. Der Aktienkurs von McPhy hat sich entsprechend seit Anfang Juni mehr als verdreifacht. Zuletzt flatterten McPhy einige Großaufträge, u.a. der französischen Regierung, ins Haus, sodass der Auftragsbestand aktuell einem vielfachen des im letzten Geschäftsjahr erzielten Umsatzes beträgt. Die positiven Zukunftsaussichten werden vom Markt entsprechend honoriert. Im wikifolio ist McPhy mittlerweile die sechstgrößte Position. Trotz der gestiegenen Bewertung (KUV von ca. 33) werde ich die aufgebaute Position vorerst weiter halten.

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