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Trading Idea

The wikifolio should consist of a mixture of safe dividend stocks, fundamentally undervalued stocks with chances of a turnaround and to a small extent also of small caps with strong growth potential.
The stock assets, especially the turnaround candidates, should generally be held for 6–12 months in order to then be replaced by a new candidate in case of successful turnaround.
In my opinion, the most important thing in investments is a good chance-risk ratio from a fundamental perspective.
This should be determined by an algorithm I developed, which is intended to reflect the substance and “inner” value of a stock – which is why stocks that deviate as much as possible from their intrinsic value and may therefore develop positively from a value perspective based on my analysis are to be included here.
The plan is to mainly rely on securities from Germany and the EU and to invest only in stocks. show more
This is a non-binding translation of wikifolio.com.
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Master data
Symbol
WF00SZEW01
Date created
2014-12-30
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318.7

Rules

wikifolio labels

Investment Universe

Trader

Simon Weishar
Registered since 2014-12-30

Decision making

  • Fundamental analysis

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Wochenupdate Szew Grundinvest (03.04.2020)

 

In der vergangenen Woche waren die Ausschläge an den Märkten wieder geringer, der DAX (-0,9%) verlor leicht, während das Wiki (-2,7%) etwas stärker verlor.

 

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-32,0%) nach Gebühren weiter hinter dem DAX (-28,1%).

 

In dieser Woche gab es mit Alteryx, The Trade Desk, StoneCo, Square und Mercadolibre fünf Neukäufe, wovon alle bis auf MercadoLibre schon mal Teil des Wikis waren. Verkauft wurde hingegen RTL, deren Kurs sich zuletzt stabil um die 30€ Marke hielt und die ING Groep um nach der Neuaufnahme nicht zu viele Finanzwerte im Wiki zu haben.

 

In der vergangenen Woche gab es größere Kursverluste bei vielen Techwerten, welche mir nun günstige Wiedereinstiegskurse ermöglicht haben.

 

Während Alteryx und Trade Desk immer mal wieder bei größeren Kursrückgängen aufgenommen wurden, ist der letzte Kauf von StoneCo fast 1,5 Jahre her.

Der brasilianische Zahlungsanbieter mit Investoren wie Warren Buffet (via Berkshire Hathaway) und Jack Ma (via Ant Financial) ist mein Favorit in der Branche und durch den jüngsten Kursverfall von über 50%, für mich wieder sehr attraktiv bewertet. StoneCo ist nicht nur ein Zahlungsanbieter, sondern benutzte diesen Service nur, wie man es selbst bezeichnet, als trojanische Pferd um den Unternehmen noch viele weitere Leistungen anbieten zu können wie Versicherungen, Kredite, Software, Gehaltsabwicklung etc.

 

Mit MercadoLibre habe ich im weitesten Sinne einen Wettbewerber von StoneCo gekauft, der mit seiner Paymentlösung MercadoPago ebenfalls sehr erfolgreich ist und den Wettbewerbsvorteil seiner eigenen E-Commerce Plattform besitzt wo dessen Zahlungsvariante von über 90% der Käufer genutzt wird.

 

Bei Square hat mich die Entwicklung der Cash App und der darüber entstehende Plattform überzeugt, gleichzeitig hat sich der Kurs halbiert. Auch wenn das klassische Geschäft von Square sicher stärker unter dem Shutdown leiden wird, sollte das die Cash App nicht groß beeinflussen – deren Wert könnte heute schon höher sein als der komplette Börsenwert von Square.

 

Bei The Trade Desk hat man vor gut zwei Wochen die Partnerschaft mit TikTok vermeldet, welche ich für einen sehr wichtigen Schritt halte, der viele Neukunden mit sich bringen wird. TikTok ist aktuell die Plattform mit der man die jüngere Zielgruppe besonders gut erreichen kann und viele Unternehmen versuchen hier ihre Werbung zu platzieren. Besonders auf den asiatischen Markt zu werben ist für viele Unternehmen eine Herausforderung, hier hat The Trade Desk nun schon mehrere interessante Kooperationen. Wenn diese The Trade Desk nutzen ist das Platzieren von Werbung auf TikTok zukünftig problemlos möglich. Für The Trade Desk kann sich dies zu einem Umsatztreiber entwickeln, denn während man zu den Wallet Gardens wie Facebook und Instagram keinen Zutritt hat, könnte man nun größere Volumina an TikTok vermitteln.

 

Wochengewinner war Cegedim. Das Unternehmen konnte beeindruckende Zahlen zu der Entwicklung seiner Telemedizinsparte veröffentlichen. Im März kam man auf rund 100.000 durchgeführte Videokonsultationen, das ist eine Vervielfachung der bisherigen Werte.

 

 

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Cegedim +3,6%

Hochtief +2,0%

 

Die größten Verlierer waren diese Woche:

VW -6,2%

GFG -4,8%

Wallstreet online -2,6%

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Wochenupdate Szew Grundinvest (27.03.2020)

 

In der vergangenen Woche konnte das Wiki (+8,8%) einen ersten Rebound hinlegen, während der DAX (+7,9%) etwas weniger stark stieg.

 

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-30,1%) nach Gebühren weiter leicht hinter dem DAX (-27,3%).

 

In der vergangenen Woche gab es drei Wechsel im Wiki, nachdem es in dieser Woche den ersten Rebound gab und sich die Märkte etwas beruhigt haben, fand der erste Wechsel zurück statt. Während die Deutsche Börse, Allianz und Wirecard das Wiki verlassen haben, kamen Cegedim, Hypoport und die Global Fashion Group zurück.

 

Sowohl Cegedim und Global Fashion Group gehörten zu Beginn des Jahres zu meinen Favoriten für dieses Jahr und das hat sich durch Corona nicht geändert, diese Werte laufen allerdings nicht so stark mit dem Markt und ich hatte befürchtet, dass sie den ersten nahenden Rebound nicht mitmachen würden und so war es auch. Während die Indexwerte alle nahezu gleichermaßen deutlich zurückkamen, blieb es bei Cegedim und GFG eher ruhig, daher konnte ich den Rebound mit den anderen Werten mitnehmen und kehre nun zurück.

 

Besonders auffällig lief es bei GFG, der Wert war vor Corona der klare Jahresverlierer, ein großer Verkäufer drückte den Kurs von etwa 2€ zu Jahrebeginn schnell in die Region von 1,50€. Bemerkenswert ist, dass sich der GFG Kurs dann von den ganzen Coronaabstürzen überhaupt nicht beeindrucken ließ und sich konstant in der Region von 1,50€ gehalten hat. Als es dann das erste Mal darunter ging, habe ich verkauft, da ich nun einen weiteren Abverkauf befürchtete. Dieser kam ausgerechnet jetzt in der Phase, in der sich andere Werte deutlich erholen konnten, so dass ein jetziges Zurücktauschen für mich sinnvoll erschien. Wichtig ist für mich, wie in den letzten Updates erwähnt, dass ich in dieser Phase keine kleinen verlustreichen, verschuldeten Unternehmen im Wiki habe, die in der Coronazeit deutlich leiden werden. Bei GFG haben wir zwar ein noch verlustreiches Unternehmen, was allerdings deutliches Nettocash hat und vom Geschäftsmodell in dieser Phase meiner Einschätzung nach eher neutral dastehen könnte, da es sowohl positive als auch negative Faktoren gibt. Während in vielen Ländern das öffentliche Leben zum Stillstand kommt und die Leute zu Hause bleiben sollen, fällt das Shoppen von Klamotten meist weg. Ich gehe von dem negativen Faktor aus, dass die Leute in dieser Phase zwar insgesamt deutlich weniger Lust haben Klamotten zu kaufen, aber wenn sie noch Klamotten kaufen wollen, dann müssen sie es online tun und davon könnte GFG profitieren, denn sie sind in Ländern aktiv, in denen Onlineshopping deutlich weniger verbreitet ist als bei uns (7% im Vergleich zu 19% bei uns). Gerade in dieser Zeit könnten sich neue Kundengruppen mit dem Thema beschäftigen und wenn sie zufrieden sind, langfristig als Kunden gehalten werden.

Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt nur noch bei rund 200 Mio Euro, bei über 270 Mio an Cash.

 

Bei Cegdim bin ich direkt nach den Zahlen ausgestiegen, nicht weil diese schlecht waren, sondern weil viele diesen Termin im Hinblick auf den Ausblick für dieses Jahr abgewartet haben. Nachdem man dann verständlicherweise aufgrund von Corona keinen konkreten Ausblick für dieses Jahr nennen wollte, rechnete ich mit einer ersten negativen Reaktion für die Aktie und verkaufte direkt. Diese negative Reaktion folgte dann am nächsten Tag und scheint nun ausgestanden zu sein, denn der Kurs konnte sich etwas erholen. Mein Nachkauf lag nun aber trotz des bei L&S hohen Spreads immer noch unter dem damaligen Verkaufskurs und ich konnte in der Zwischenzeit mit anderen Werten eine positive Performance erzielen.

Bei Cegedim sehe ich die Coronasituation ähnlich wie bei der GFG, hier haben wir zwar ein verschuldetes, aber profitables Unternehmen, welches in einem Bereich zwar negative Auswirkungen spüren, in dem Telemedizinbereich aber gerade sehr starkes Wachstum erhalten sollte, was sich insgesamt in etwa ausgleichen sollte. Daher, wenn Cegedim vor Corona bei 30€ für mich ein klarer Kauf war, bleibt es das bei nun 22€ umso mehr.

 

Kurz vor Ende der Börsenwoche habe ich dann noch die inzwischen 29% Gewinn bei der Allianz mitgenommen und in meinen Altfavoriten Hypoport gewechselt. Im Zuge des Coronacrashs ist auch der Kurs von Hypoport deutlich unter die Räder gekommen und von 380 auf jetzt gut 250 gefallen. Mut machte vor allem ein Interview vom CEO Slabke in dieser Woche in dem er keine Abschwächung nach der Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen sieht. Die Gruppe insgesamt und auch Dr. Klein sind bereits digital aufgestellt, so dass die Arbeit und Beratung in dieser Zeit keine große Hürde darstellt. Der Digitalisierungsdruck könnte bei Banken durch die Krise weiter steigen und den Wechsel auf Hypoports Plattform Europace beschleunigen. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau zwar kein wirkliches Schnäppchen, aber ein guter Preis für ein sehr gutes Unternehmen.

 

 

Bei Wallstreet Online gab es diese Woche die gute Nachricht, dass man seine Option ausgeübt hat und nun die Mehrheit an der Wallstreet Online capital AG hält. Hier hatte man sich diese Option zunächst offen gelassen um abzuwarten, wie der Smartbroker am Markt ankommt. Da man die Option nun zügig ausgeübt hat, scheint man mit der Entwicklung des Smartbroker zufrieden zu sein.

 

Die größten Gewinner waren diese Woche:

Hochtief +19,0%

ING Groep +16,5%

Wallstreet Online +15,1%

VW +12,0%

RTL +2,3%

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Wochenupdate Szew Grundinvest (20.03.2020)

 

In der vergangenen Woche war es schon etwas stabiler an den Märkten, der DAX (-1,9%) verlor nur noch moderat, während sich das Wiki (-7,6%) deutlicher abgeben musste.

 

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-35,7%) nach Gebühren nun wieder leicht hinter dem DAX (-32,6%).

 

Während man in guten Börsenzeiten oft den Spruch "Die Hausse nährt die Hausse" hört, ist es nun genau andersherum, denn wir befinden uns in einer schwierigen Abwärtsspirale.

 

Die Kurse fallen wegen der Erwartung niedriger Gewinne und dem Einpreisen einer höheren Marktrisikoprämie. Durch den wirtschaftlichen Stillstand kommen einige Unternehmer in finanzielle Schwierigkeiten und müssen schnell zu Liquidität kommen. Wenn sie Aktien halten, werden sie diese wohl trotz gesunkener Kurse auf den Markt werfen und den Kursverfall befeuern. Die Kursverluste erreichen eine neue Stufe, viele Fonds haben sich Regeln aufgelegt, nach denen Positionen verkauft werden müssen, wenn ein prozentualer Kursverlust eingetreten ist. Hinzu kommt, dass ängstliche Investoren nun ihre ETFs und Fonds verkaufen, welche zu zwangsverkäufen der dort enthaltenen Aktien führen. Ob sie wollen oder nicht, dann müssen auch diese ihre Anteile auf den Markt werfen und die Kursverluste erreichen die nächste Stufe. Zusätzlich kommt es nun zu Margin Calls: viele Investoren erhöhen ihren Einsatz über Kredite, welche eine gewisse Sicherheit in Form von Eigenkapital benötigen. Dieses Eigenkapital ist in der Regel ebenfalls in Aktien angelegt. Sinken die Aktienwerte, reicht dieses Eigenkapital nicht mehr aus um als Sicherheit für die erhaltenen Kredite zu fungieren. Wenn man kein Eigenkapital mehr nachlegen kann, ist man gezwungen seine Positionen zu verkaufen egal wie günstig die Aktie momentan auch erscheint und damit kommt es zum endgültigen Absturz an den Börsen. Wann diese Abwärtsspirale gestoppt wird und es wieder aufwärts geht kann niemand mit bestimmtheit sagen, die Effekte die zu diesen Kursverlusten führen, haben ab einem gewissen Punkt aber nichts mehr mit der fundamentalen Bewertung dieser Unternehmen zu tun und genau dann kann man als Investor die größten Schnäppchen finden.

 

Bei meiner Investmentstrategie versuche ich nie den Markt zu timen und so lange ich Werte finde, denen ich ein gutes Chance Risiko Verhältnis gebe, bleibe ich voll investiert, daher werde ich auch vorallem jetzt kein Cash aufbauen, sondern versuchen den Nutzen aus dieser Abwärtsspirale zu ziehen, denn irgendwann wird diese durchbrochen sein.

 

In meiner Handelsidee des Wikifolios hatte ich bei Eröffnung geschrieben: "Das Wikifolio, soll aus einer Mischung aus sicheren Dividendentiteln, fundamental unterbewerteten Aktien mit Chancen auf einen Turnaround und zu einem kleinen Teil auch aus Small Caps mit starkem Wachstumspotential bestehen."

 

Seit bestehen des Wikifolios kam dieser eigentliche Hauptpunkt von fundamental unterbewerteten Dividendenwerten mit Chance auf einen Turnaround sehr kurz, denn in der zuletzt wirtschaftlichen stabilen Lage, gab es nicht viele interessante Turnaroundwerte, denen ich ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis zugestanden hätte, als kleineren wachstumsstarken Unternehmen.

In den Jahren vor der Eröffnung des Wikis, war das allerdings immer mein Investmentschwerpunkt, daher auch so klar in der Beschreibung genannt. Durch die nun wirtschaftlich schwierige Zeit, hat sich vieles am Markt geändert und auch meiner Ansicht nach das Chance Risiko Verhältnis vieler Werte.  In der jetzigen Zeit suche ich lieber die Sicherheit als das Risiko, ohne, dass ich mir große Chancen entgehen lassen will. Wähle also Unternehmen, die in dieser Zeit zu hart abgestraft wurden, Unternehmen, bei denen ich davon ausgehe, dass sie stark genug sind auch eine längere Flaute zu überstehen um am Ende durch die Insolvenz kleinerer Wettbewerber gestärkt aus der Situtation hervorzugehen. Daher habe ich mich auch dazu entschieden nun die kleineren, wachstumsstarken Unternehmen zunächst zu verkaufen, da diese häufig noch Verluste machen und erstmal beweisen müssen, dass sie diese Phase überleben können. Sollte der Sturm vorbei sein und die Wirtschaft wieder anziehen, so sind diese Werte sicher wieder Kandidaten für eine Aufnahme, das erhöhte Risiko möchte ich allerdings nicht länger tragen.

 

In dieser Woche habe ich eine zweite Maßnahme getroffen um das Risiko weiter zu verringern, denn niemand kann vorhersagen wie lange die aktuelle Situation noch andauern wird. Während ich zuletzt Werte im Wiki hatte, die von dem aktuellen Abschwung deutlich getroffen sein werden, aber meiner Einschätzung nach nicht so hart getroffen werden, wie der Kursverlust suggeriert, habe ich diese Woche sechs Werte aufgenommen, bei denen ich davon ausgehe, dass diese von der aktuellen Situation wenig betroffen sind, bzw noch profitieren könnten und dennoch deutliche Kursverluste hinnehmen mussten.

 

Zu den Unternehmen, welche die Flaute zwar treffen wird, ich aber denke, dass der Kursabschlag schon viel zu hoch ist gehören VW, Hochtief, Allianz und ING. VW und Hochtief gehören zu den besten Unternehmen ihrer Branche und sind mit einer ordentlichen Nettocashposition ausgestattet, die sie auch eine längere Durststrecke überstehen lassen sollten. Auch die ING und Allianz könnten als Finanzwerte deutlich unter der aktuellen Situation leiden. Aber auch diese beiden Werte gehören zu den Stärksten ihrer Branche und verfügen über eine gute Kapitalausstattung. Daher gehören diese Werte für mich zu den vier größten Turnaroundkandidaten sobald Licht am Ende des Tunnels ist.

 

Da kaum jemand abschätzen kann, wann denn nun dieses Licht wirklich zu sehen sein wird, habe ich mit Wirecard, Deutsche Börse, Facebook, Alphabet, RTL und Wallstreet Online sechs weitere Werte aufgenommen, die von dieser Zeit, in der man verstärkt zu Hause bleibt eher profitieren sollten. Wirecard als digitaler Bezahldienstleister dürfte von der erhöhten Nutzung digitaler Produkte und Bestellungen über das Internet profitieren. Die Deutsche Börse sollte durch die aktuellen Marktturbulenzen mehr verdienen, da mehr gehandelt wird. Facebook und Alphabet sollten durch das verstärkte Zuhause bleiben auch eine erhöhte Nutzung ihrer Produkte erfahren. Auch klassisches Fernsehen sollte mehr geschaut werden wovon RTL profitieren könnte. Wallstreet Online könnte gleich doppelt profitieren, denn durch das verstärkte zuhause sein, haben viele mehr Zeit sich über die Seiten des Unternehmens über die Börse zu informieren und durch die Marktturbulenzen besteht auch ein erhöhter Bedarf danach. Wichtig war mir auch hier eine starke Marktstellung vor allem eine solide Bilanz der Unternehmen, daher habe ich z.B. auch eine RTL gewählt und hätte nie eine Prosieben gekauft. Natürlich sind diese Werte keine reinen Profiteure, denn egal wie hoch die Nutzung ihrer Produkte ist, am Ende verdienen sie ihr Geld über Werbeeinnahmen und in einer Rezession sparen Unternehmen häufig gerade daran. Dennoch glaube ich nicht, dass der Einbruch so heftig sein wird wie z.B. 2008/2009, da dies eine ganz andere Situation ist und sich deutlich schneller entspannen könnte. Gerade, da sich der Aufenthalt der Menschen in nächster Zeit immer stärker auf die eigenen vier Wände beschränken dürfte, haben werbewillige Unternehmen nicht mehr so viele Möglichkeit die potentiellen Kunden zu erreichen und da bieten diese Unternehmen genau die Möglichkeit jetzt eine erhöhte Nutzerzahl anzusprechen. Wichtig war mir bei diesen Werten, dass sie zwar zu den Profiteuren gehören könnten, aber alle trotzdem mindestens 30% Kursverlust hingelegt haben, damit diese Werte ebenfalls Aufholpotential besitzen. Andere Werte, die gerade kursmäßig von der Situation sogar profitieren, sind für mich eher uninteressant, da diese eher fallen sollten, sobald die Lage besser wird und damit die Kursgewinne der anderen Werte aufheben.

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Wochenupdate Szew Grundinvest (13.03.2020)

 

In dieser Woche erreichte die Panik um das Coronavirus ein neues Ausmaß, was an den Märkten für Rekordverlusttage sorgte.

Am Ende der Woche verliert der DAX (-20,0%) sehr deutlich, während sich das Wiki (-19,3%) nur minimal besser hielt.

 

Im Jahr 2020 liegt das Wiki (-29,4%) nach Gebühren weiter leicht vor dem DAX (-30,3%).

 

Das Wiki fiel in der Spitze von seinem Allzeithoch um rund 34%. Zu meinem Investmentstil gehören größere Drawdowns dazu und sind unvermeidbar, wenn man dauerhaft voll investiert ist. Erst vor gut einem Jahr im Dezember 2018 gab es mit über -36% den bislang größten Drawdown im Wiki - fünf Monate später gab es bereits wieder ein neues Allzeithoch. Wie lange es diesmal dauern wird, kann man nicht seriös abschätzen, wir werden sehen wie schnell sich die Wirtschaft erholt und wann die Nachrichtenlage dreht. Ich suche mir zu diesen Zeiten die für mich günstigsten Unternehmen raus, bei denen ich davon ausgehe, dass sie auch eine kritische Phase überstehen um danach deutliches Aufholpotential zu haben.

 

Aufgrund der derzeitigen Situation kann man gut erkennen, dass die Marktteilnehmer die Marktrisikoprämie erhöhen. Dies führt in den standardmäßig durchgeführten DCF Bewertungsmodellen vor allem für weiter in der Zukunft liegende Erträge zu einer höheren Abwertung. Daher konzentriere ich mich im Wiki aktuell auch eher auf Werte, die schon jetzt günstig sind und nicht auf Unternehmen, von denen man erwartet aufgrund einer tollen Entwicklung in vielen Jahren mal günstig zu sein.

 

Beispielsweise ist Hochtief aktuell meine größte Position.

Hochtief ist eins der größten Bauunternehmen der Welt mit einem Umsatz von rund 26 Mrd Euro. Die Marktkapitalisierung beträgt gerade mal noch 4,3 Mrd Euro wobei das Unternehmen noch 1,5 Mrd Euro an Nettocash hat. Es ergibt sich also ein EnterpriseValue von rund 2,8 Mrd Euro. Dabei erwartet man ein Ebit von rund 1,1 Mrd Euro, erhält also ein EV/Ebit von unter 3 oder ein kgv von 6 (cashbereinigt kgv rund 4), dazu gibt es eine Dividendenrendite von inzwischen über 9%. Da der Kurs so stark abgestürzt ist und das Unternehmen über genug Cash verfügt, hat man kurzfristig beschlossen bis zu 10% der Aktien zurückzukaufen, also auch hier versucht man zusätzliche Werte für die Aktionäre zu schaffen. Wie beeinflusst Corona nun das Geschäft? Das ist wie bei allen Unternehmen kaum zu sagen, man hat allerdings einen Rekordauftragsbestand von rund 50 Mrd Euro und um die Konjunktur anzukurbeln könnte es fiskalpolitische Maßnahmen im Baubereich geben, die Hochtief weitere Umsätze beschaffen. Dies ist für mich insgesamt eine gute Situation, da das Unternehmen bilanziell gut genug aufgestellt ist um die aktuelle Situation zu überstehen und langfristig von Konjunkturprogrammen und evtl dem Ausscheiden von Wettbewern profitieren könnte und gleichzeitig sehr günstig zu haben ist.

 

Ich habe also momentan fast ausschließlich Value Werte im Wiki und habe mich von den Wachstumsunternehmen in dieser Phase getrennt - mit Ausnahme von Blue Prism. Blue Prism gehört als verlustreiches Unternehmen, was zuletzt mit knapp 100% gewachsen ist zu den Wachstumsunternehmen schlechthin und sollte eigentlich besonders unter einer Erhöhung der Marktrisikoprämie leiden. Doch Blue Prisms Geschäftsmodell könnte durch den Virus nochmal befeuert werden. Das Unternehmen setzt darauf gewisse Arbeitsabläufe im Büro zu automatisieren und so diese Tätigkeit unabhängig vom Menschen 24/7 durchführen zu können. Durch die aktuelle Situation könnte einigen Unternehmen der Bedarf nach solchen Lösungen nochmal stärker vor Augen geführt werden, daher lasse ich den Wert momentan auch im Wiki.

 

Die größten Verlierer waren diese Woche:

VW -24,7%

Hochtief -24,2%

IAG -20,5%

Blue Prism -11,8%

Cegedim -8,6%

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