strukturelle Wettbewerbsvorteile

KevinSan
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    seit 17.06.2019
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Handelsidee

Mit diesem wikifolio soll eine größtmögliche Wertsteigerung bei gleichzeitig vertretbaren Risiken erzielt werden. Die enthaltenen Aktien sollen regelmäßig auf ein aus meiner Sicht intaktes Geschäftsmodell, ihre Wettbewerbsvorteile und ihre weiteren Wachstumsaussichten hin überprüft werden. Ich glaube daran, dass nur diejenigen Unternehmen nachhaltig hohe Renditen erzielen können, die sich durch Differenzierung oder Kostenvorteile vom Wettbewerb absetzen können. Neben qualitativen Eigenschaften, wie dem Management und Differenzierungsmöglichkeiten der Produkte, sollen grundsätzlich auch quantitative Indikatoren, wie unter anderem das Umsatzwachstum, der Marktanteil oder nachhaltig steigende Margen herangezogen werden. Im Zweifel sollen die Aktien dauerhaft gehalten werden, in Einzelfällen kann es allerdings auch zu Verkäufen kommen, insofern sich an der Ausgangslage des Unternehmens etwas verändert. Auch charttechnisch interessante Ausgangssituationen können durch Teilverkäufe an anderer Stelle genutzt werden. Da ich Markettiming für nahezu unmöglich halte, soll das wikifolio in der Regel dauerhaft investiert bleiben und somit auch Einbrüche des Marktes mitmachen. In dieser Zeit ist die Kursentwicklung für die weiteren Entscheidungen weniger relevant als die operative Entwicklung der Unternehmen. Solange die fundamentale Entwicklung unter den gegebenen Umständen weiterhin als positiv bewertet wird, werden grundsätzlich auch die Aktien weiterhin gehalten. Sobald sich die Lage am breiten Aktienmarkt wieder beruhigt hat, sollten sich meiner Meinung nach dementsprechend auch die Kurse der gehaltenen Aktien wieder erholen. Investiert werden soll sowohl in etablierte Blue Chips als auch in meines Erachtens aussichtsreiche Nebenwerte. Nur in Ausnahmefällen können auch andere Finanzprodukte, wie ETFs oder Fonds, zum Zweck der breiteren Streuung oder Investition in eher intransparente Märkte herangezogen werden. Ziel soll eine nachhaltige und langfristige Outperformance des breiten, weltweiten Aktienmarktes sein. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF000AVOFF
Erstellungsdatum
17.06.2019
Indexstand
High Watermark
113,6

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Kevin Balodis
Mitglied seit 19.12.2016

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Als Resume des Jahres 2019 bleibt festzuhalten, dass sich die im Wikifolio enthaltenen Unternehmen sehr zufriedenstellend entwickelt haben, wenngleich die Gesamtperformance durch die negative Kursentwicklung von Netflix als Position mit der höchsten Gewichtung signifikant gebremst wurde. Während in den vergangenen Monaten die Starts neuer Streamingdienste in Form von Disney+, Apple TV+, HBO Max und anderen im medialen Mittelpunkt standen und so Befürchtungen um signifikante Nutzerverluste auf Seiten von Netflix laut wurden, scheinen verschiedene Meldungen der letzten Wochen diese Befürchtungen nicht zu bestätigen, was wohl einen Grund für die Erholungsbewegung der letzten Wochen darstellt. Auch wenn im Rahmen der kommenden Quartalszahlen eine erhöhte Fluktuation der Nutzerzahlen verkündet werden könnte, glaube ich nicht daran, dass diese Entwicklung nachhaltig anhalten wird. Während einige Analysten die hohen Ausgaben für neue Inhalte kritisch sehen und einen bedrohlichen Anstieg der Nettoverschuldung aufgrund von steigenden Kosten bei der Contentbeschaffung durch den zunehmenden Wettbewerb befürchten, halte ich die hohen Ausgaben für einen großen Wettbewerbsvorteil von Netflix, das im Gegensatz zur Konkurrenz einen großen Teil der Kosten bereits aus den Einnahmen des operativen Geschäfts tragen kann. Während Kritiker Netflix zu höheren und möglicherweise nicht mehr tragbaren Ausgaben aufgrund der Wettbewerbssituation gezwungen sehen, halte ich die hohen Fixkosten, die jeder Marktteilnehmer zu tragen hat, aufgrund des großen Vorsprungs bezüglich der Nutzerzahlen für einen großen Burggraben für Netflix. Die Strategie von Netflix zielt auf die langfristige Nutzergewinnung und nicht auf kurzfristige Profitabilität ab. Die Beschaffenheit des Marktes belohnt die größten Anbieter, die die hohen Fixkosten am besten auf ihre größere Menge an Nutzern umlegen kann. Zwar haben Unternehmen wie Apple und Disney durch ihre anderen Geschäftsbereiche noch finanzielle Vorteile und wären eher in der Lage das Streaminggeschäft querzufinanzieren, allerdings bestehen in beiden Fällen signifikante Gründe dafür, auf einen solchen Schritt zu verzichten. Für Disney besteht das Problem darin, dass über das klassische Kabel-TV-Geschäft noch enorme Gelder fließen und jeder Schritt mehr in Richtung Streaming das traditionelle Geschäft bedroht. Je größer, besser und günstiger das Angebot der Sreamingdienste wird, desto weniger attraktiv wird es für die bestehenden Nutzer, die hohen Kosten für das bisherige Angebot weiter zu tragen. Würde Disney von heute auf morgen einen Großteil seines Budgets für den Streamingdienst bereitstellen, würden ab diesem Moment die größte Einnahmequelle versiegen und auch Disney müsste den Weg von Netflix mit negativem Cashflow über Jahre hinweg gehen, bis man eine ausreichende Nutzerbasis erreicht hat, die für ein profitables Streaminggeschäft nötig ist. Für Apple wären Ausgaben jenseits der 20 Mrd$ jährlich für neuen Content aufgrund der hohen Liquiditätsreserven zwar zu realisieren, allerdings kann auch Apple eine solche Entscheidung nicht ohne weiteres treffen. Eine solche Entscheidung würde für Apple einen signifikanten Richtungswechsel in der Geschäftsausrichtung weg vom Kerngeschäft des Verkaufs von Hardwareprodukten mit anschließenden Einnahmen aus dem Servicegeschäft und hin zu dem Errichten eines neuen großen Filmstudios bedeuten, das den etablierten Spielern Konkurrenz machen könnte. Auch wenn dies finanziell bei ausreichender Motivation zu realisieren wäre, wäre ein solcher Schritt auch für Apple mit erheblichen Risiken verbunden, da Netflix einen großen Vorsprung aufgebaut hat. Talente sind oftmals an langfristigere Verträge gebunden und die Vorabinvestitionen zahlen sich nicht bereits in den ersten Jahren aus. Auch Apple wäre dazu gezwungen, seinen Aktionären zunächst über Jahre hinweg einen deutlich negativeren Cashflow zu erklären, wobei der erfolgreiche Ausgang mit einer anschließenden MArktführerschaft keineswegs klar wäre.

Ich glaube daran, dass Netflix inzwischen eine kritische Größe erreicht hat, ab der das Unternehmen die finanziellen Mittel hat, um jeden aktuellen Wettbewerber auf Distanz zu halten. Geschätzte 15 Mrd$ an Contentausgaben und eine erwartete deutliche Ausweitung dieses Budgets im Jahr 2020 halte ich nicht für ein Zeichen der Schwäche von Netflix und seines Geschäftsmodells (wie das einige Kritiker sehen), sondern für ein großes Alleinstellungsmerkmal und die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung. Mit wachsender größe und steigenden Skaleneffekten erwarte ich ähnlich wie das Management einen Rückgang des negativen Cashflows hin zu einem profitablen Geschäft innerhalb der nächsten Jahre. Die Nutzerentwicklung wird aufgrund der Saisonalität und der nicht immer idealen Berechenbarkeit des Erfolgs einzelner Produktionen weiterhin einer gewissen Schwankung unterliegen, allerdings erwarte ich durch die, insbesondere auf dem internationalen Markt, weiterhin großen Wachstumsmöglichkeiten langfristige weiterhin mit einer sehr positiven operativen Entwicklung, die sich somit auch in einer deutlichen Outperformance der Kursentwicklung im Vergleich zum Gesamtmarkt ausdrücken sollte. Ich glaube daran, dass Netflix Disney in den nächsten zehn Jahren als größtes Medienunternehmen der Welt ablösen kann, auch wenn ich für Disneys Zukunft ebenfalls positiv gestimmt bin. Netflix bleibt daher weiterhin als größte Position im Wikifolio enthalten, solange nicht deutliche Hinweis auf größere Verluste des Marktanteils im Streaminggeschäft zu erkennen sind.

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Allgemeiner Kommentar

Während sich die beiden Wikifoliopositionen Grenke und SAP aufgrund positiver Unternehmensmeldungen von ihren vorherigen Rückschlägen erholen konnten, folgte Netflix heute nachbörslich. Zwar wurden die eigenen Erwartungen von 7 Mio Neukunden knapp verfehlt, jedoch war das Sentiment so negativ, dass 6,77 Mio neue zahlende Kunden für einen nachbörslichen Kursanstieg um aktuell 8,6% sorgten. Insbesondere die Befürchtungen bezüglich Wachstumsproblemen aufgrund des schwachen neukundengeschäfts in Q2 wurden somit widerlegt. Mittlerweile 158,33 Mio. regelmäßig zahlende Kunden und ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als 30% im dritten Quartal bieten eine gute Grundlage, um weitere Produktionen und Lizenzen zu finanzieren. Die von CEO Reed Hastings vorher bereits erwähnten steigenden Kosten treffen jeden Wettbewerber der Branche. Während Netflix einen beträchtlichen Teil seiner Ausgaben bereits durch eigene Einnahmen aus dem Streaminggeschäft finanzieren kann, müssen andere Wettbewerber voraussichtlich die Anlaufphase mit anhaltend negativem Cashflow erst noch durchlaufen. Gleichzeitig bieten exklusive Rechte an den besten und beliebtesten Serien wiederum eine beträchtliche Preissetzungsmacht, da die Zahlungsbereitschaft unter treuen Fans höher ist. Skaliert man diese exklusiven Inhalte auf die Zahlungsbereitschaft der aktuell größten Nutzerbasis im bezahlten Streaminggeschäft, ergibt sich langfristig ein enormes Gewinnpotential. Weiterhin bleibt entscheidend, dass Netflix sich auf seine Kernkompetenz konzentriert und sowohl Qualität als auch Quantität seiner Mediathek hoch hält. Solange der Streamingmarkt weiter wächst und Netflix seine MArktführerschaft behaupten kann, wird aller Voraussicht nach auch die Aktie von der Entwicklung profitieren. Es dürfte in den nächsten Tagen spannend sein zu beobachten, ob die Zahlen möglicherweise ein Katalysator für einen Umschwung im Sentiment sein könnten und die Talsohle im Chart durchschritten sein könnte. Der Investment Case zu Netflix bleibt in jedem Fall vollkommen intakt und das Wikifolio bleibt weiterhin mit einer hohen Gewichtung investiert.

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Allgemeiner Kommentar

In den letzten Tagen geriet die Aktie von Netflix nochmals stärker unter Druck. Grund hierfür war vor allem ein Interview mit Gründer und CEO Reed Hastings, der davon sprach, dass der Eintritt in den Streamingmarkt von neuen Wettbewerbern, wie Disney, Apple und NBCUniversal eine neue Welt bedeute. Die verschiedenen Anbieter werden zukünftig vermutlich um die größten Talente und Produktionen wettbieten, was die Kosten weiter in die Höhe treiben wird.

Während steigende Kosten grundsätzlich als negativ einzuschätzen sind, führen diese gleichzeitig auch zu Wettbewerbsvorteilen für die größten Anbieter. Ein neues Unternehmen kann es sich kaum noch leisten mit einem Abomodell in den Markt einzutreten, wenn den hohen Contentausgaben zu Beginn noch keine Einnahmen entgegenstehen. Die hohen Kosten belasten jedes Unternehmen der Branche und der Marktführer kann diese am nachhaltigsten tragen. Während insbesondere ein Unternehmen wie Apple deutlich finanzstärker als Netflix ist, bleibt in Frage zu stellen, ob Apple für einen (zumindest heute noch) Randbereich bereit ist, jahrelang hohe Verluste in Kauf zu nehmen. Zum heutigen Stand ist Netflix mit großem Abstand Marktführer und verfügt über das mit großem Abstand größte Budget. Das sollte dafür sorgen, dass der Abstand gehalten werden kann und die Ausgaben durch die bestehende breite Nutzerbasis aufgefangen werden können. Gleichzeitig wird der ökonomische Burggraben kontinuierlich tiefer und die Skaleneffekte sollten langfristig zu deutlich steigenden Margen führen, solange keine signifikanten Marktanteile verloren werden. Das Wikifolio bleibt daher weiterhin investiert und die kurzfristigen Verwerfungen werden in Kauf genommen.

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Allgemeiner Kommentar

Während neben einigen Quartalszahlen unterhalb der Erwartungen vor allem die makroökonomische Ebene rund um den Handelskonflikt zwischen den USA und China das Wikifolio belastete, erhält die Aktie von Netflix heute einen positiven Impuls durch eine Meldung der Bank of America, nach der sich die mobilen App-Downloads im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18% erhöht haben. Hierfür wurden insbesondere die starken Veröffentlichungen im Quartal rund um die dritte Staffel der Serie Stranger Things verantwortlich gemacht. Meines Erachtens sind in Folge der schwachen letzten Quartalszahlen aktuell sehr viele negative Nachrichten und eine pessimistische Grundstimmung im Kurs eingepreist. Die angekündigten neuen Streamingdienste von Apple und Disney werden sowohl von vielen Experten als auch von vielen Privatanlegern als ernsthafte Netflix-Konkurrenten betrachtet und das Geschäftsmodell von Netflix wird zunehmend stärker in Frage gestellt. Ich bleibe anderer Meinung und betrachte die neuen Dienste weniger als Substitute, sondern mehr als komplementär. Solange Netflix für jeden Nutzer einige exklusive Produktionen anbietet, die dieser auf keiner anderen Plattform abrufen kann, wird die Masse der Nutzer früher oder später wieder zu Netflix zurückkommen, um die Inhalte konsumieren zu können. Netflix hat weiterhin einen großen Vorsprung bei Contentausgaben für Eigenproduktionen und Lizenzen, die größte Reichweite und den größten Zugriff auf Daten bezüglich des Nutzungsverhaltens, sodass Netflix meiner Meinung nach bestens positioniert ist, um weiterhin als Marktführer vom Wachstum der Streamingbranche zu profitieren und Skalenvorteile zu verwirklichen. Die Nachricht der Bank of America von heute könnte ein positiver Katalysator sein, der die pessimistische Grundstimmung in Frage stellt, was auch kurz- bis mittelfristig erneut für steigende Kurse sorgen könnte.

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