Das Polit-Büro

Elmar Peine

Performance

  • +282,5 %
    seit 03.01.2013
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
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    0,5x
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Handelsidee

Das Polit-Büro soll die Kandidaten des im Berliner Hauptstadt-Insider kommentierten Polit-Depots abbilden. Gekauft werten sollen Werte, die aus politischen Kalkülen einen Wertzuwachs versprechen. Gründe für ein Investment können vielfältig sein: Dazu sollen etwa eine staatliche Förderung des Marktes wie bei den erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Biogas, Windkraft etc.), das staatliche Interesse an einem Thema (Sicherheit), die erwartete (oder erfolgte) Auftragsvergabe öffentlicher Stellen oder die absehbare politische Strategie etwa im Zusammenhang mit der Eurokrise zählen.
Das Portfolio soll aus bis zu fünf Mitglieder bestehen. Unter- oder Überschreitungen dieser Zahl sollen kurzfristig möglich sein.
Das Anlageuniversum wurde - mit Ausnahme von Rohstoffen und Bonds - nicht eingeschränkt.
Die durchschnittliche Haltedauer der Werte im Portfolio soll mittelfristig ausgelegt sein. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF00POLDEP
Erstellungsdatum
03.01.2013
Indexstand
High Watermark
401,6

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Elmar Peine
Mitglied seit 13.08.2012

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Huhtamaeki und Corbion heißen die neuen in direkter Konkurrenz stehenden Polit-Büro-Mitglieder; zwar eigentlich mit jeweils über 1,5 Mrd. Euro Kapitalisierung viel zu schwer, aber zwei Akteure, die von Biokunststoffen spürbar profitieren könnten.  

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Allgemeiner Kommentar

Ob man 20 Prozent jährliche Rendite mit einer Risikotoleranz von 30 Prozent pa. erzielen kann?

Das ist die Frage; in den vergangenen 6,5 Jahren aber immerhin gelungen. Und ich bin einigermaßen zuversichtlich, dass das weiter gelingen wird, denn schließlich investiere ich ja auch eine Menge in Sicherheit. Bei sinkenden Kursen wird schnell der Cashbestand aufgebaut, erst bei steigenden Kursen kehre ich Stück für Stück zurück in den Markt. Insbesondere bei schwankenden Kursen kann da eine extrem hohe Transaktionshäufigkeit entstehen, die die Rendite um mehr als 2,5 Prozent im Jahr mindern kann. Natürlich verzichtet man auch auf Rendite, wenn bei steigenden Kursen der Liquiditätsbestand erst langsam abnimmt, das Kapital zum guten Teil in renditelosem Cash steckt.

So eine Strategie lohnt sich wohl nur in ineffizienten Abschnitten des Marktes, etwa im Small Cap-Bereich und nur mit kleineren Vermögen. Banken oder Fondsgesellschaften sind solche Strategien nicht möglich. Denn 1. dürfen etwa Fonds das Kapital nicht auf wenige Titel konzentrieren. Und selbst wenn sie stärker fokussieren dürften: Bei den marktengen und kleinlkapitalisierten Small Caps ist der sogenannte "market impact", das heißt der durch die Trades ausgelöste Einfluss auf die Kurse viel zu hoch. Wenn etwa ein Fonds 100 Millionen Euro in Varta stecken wollte, würde das endweder über Wochen und Monate gehen oder die Ankaufkurse würden sich extrem verteuern und der Verkauf würde umgekehrt die Kurse in den Keller drücken. Die Großen müssen also breit diversifizieren, sie ketten sich damit an den Marktdurchschnitt. Wirklich aktiv können meines Erachtens also nur stark (auf Einzeltitel, Branchen oder Strategien) fokussierte Vermögen sein, die nicht im Fonds stecken.  

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Allgemeiner Kommentar

Mit vollen Segeln am Markt. Schön, wenn die Idee des Wikifolios auch durch den Depotauszug bestätigt wird. Ahoi - bis zum nächsten Rückschlag.

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Allgemeiner Kommentar

Falls es nicht sowieso klar ist, hier noch zur Konzeption des Polit-Büros: Das Wikifolio widerspricht in mindestens fünf Kriterien den Erkenntnissen der modernen Kapitalmarkttheorie.

1. (Politische Börsen haben kurze Beine!) Politische Kauf- oder Verkaufmotive an den Börsen sind nicht nachhaltig, kaufe nicht nach Politik, heißt es. Im Polit-Büro werden dagegen nur Wertpapiere aufgenommen, die eine Polit-Verbindung aufweisen. Dabei kann es sich um Auftraggeber, Subventionsprofiteure, Zentralbankpolitikfolgen oder meinetwegen auch um Twitter handeln, das immer stärker zum Instrument der politischen Diskussion wird. Die einfache Überlegung dabei: Politische Entscheidung lösen heute auf Unternehmenseben keine unmittelbaren und gewaltigen Kursänderungen mehr aus, wenn und weil alle glauben, dass politische Börsen kurze Beine haben. Wenn das aber so ist, sollten die durch Politik ausgelösten Trends nachhaltiger sein, als etwa "Markterfolge". Bei der Photovoltaik hat man beispielsweise gesehen, dass das EEG deutliche Nachfrage auslöste, aber viel Zeit bis zum fabulösen Anstieg der Unternehmens-Kurse verging. Mit anderen Worten: Solange die Meinung der kurzen politischen Börsen vorherrscht, sind deren Trends besonders stabil.           

2. (Streue breit!) Die Diversifizierung ist der einzige kostenfreie Sicherheitsfaktor in der Finanzwelt, heißt es. Wer etwa genügend Unternehmen einer Branche mischt (mindestens 20), wird von einer Pleite einzelner Werte kaum getroffen, erhöht damit die Chance, den Durchschnittsbranchenertrag zu erzielen. Im Polit-Büro sollen dagegen nur um fünf Wertpapiere gehalten werden. Die Performance des Wikifolios ist damit sehr abhängig von der Entwicklung einzelner Werte, in diesem Fall cum grano salis drei Aktien zu verdanken. Nur weil zeitweise ein großer Teil des Vermögens dynamisch in diese sich stark entwickelnden Werte geflossen ist, konnte eine überdurchschnittliche Performance erzielt werden. Das Problem an der Diversifizierung scheint mir zu sein, dass sie aktives Handeln bestraft. Aktive Fonds sind auch deswegen so unerfolgreich (gegenüber passiven Investments), weils sie (dauerhaft) höchstens fünf Prozent des Vermögens in ein Wertpapier stecken dürfen. Ich bin froh, wenn ein oder zwei wirklich starke Unternehmen finde. 

3. (Hin und her macht Taschen leer!) Man sollte mit möglichst wenigen Transaktionen auskommen. Gerade in der Zeit niedriger Erträge spielen Kosten eine große Rolle, so die Theorie. Da zu sparen, bedeutet demanch, möglichst wenig der kostbaren Rendite für die Verwaltung und das Management zu verbrauchen. Handeln lohnt sich ja sowieso nicht. In dem Polit-Büro wird dagegen häufig gehandelt. Schätzungsweise zwei Prozent p.a. an Kosten entstehen alleine durch viele Transaktionen, die einerseits der Suche (und richtigen Gewichtung) von geeigneten Kandidaten und andererseits dem Sicherheitskonzept des Wikifolios geschuldet sind. Ich weiß nicht, wie es anderen Tradern hier geht, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich das richtige Gefühl für eine Aktie nur bekomme, wenn ich sie habe, kaufe, nach der richtigen Gewichtung suche und eventuell verkaufe. Eine "Bloßbeobachtung" reicht bei mir zumindest nicht aus. Die damit verbundenen Kosten sind natürlich nur in Märkten mit besonderen Renditeerwartungen gerechtfertigt. Ich bevorzuge Unternehmen, die ihren Börsenwert um mindestens das Dreifache erhöhen können. In aller Regel suche ich Untenrehmen, die weniger als 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung haben, aber auch eine Deutsche Bank erfüllt das Kriterium. 

4. (Bleib in liquiden und gut durchleuchteten Märkten!) Märkte, in denen die Liquidität sehr gering ist, wie das im Bereich der Mikro-Unternehmen der Fall ist, sollte man lieber meiden. Besser ist es, so die Ratschläge, in der Welt der großen Blue Chips zu bleiben, die einem Anleger jederzeit erlauben, ohne große Auf- oder Abschläge verkaufen zu können. Je kleiner die Unternehmen, die jemand handelt, desto größer die Gefahr von Ineffizienzen. Das Polit-Büro sucht dagegen (bevorzugt) eher kleine und kleinste Untnernehmen. Warum? Weil da die Ineffizienzen am größten sind. Vollkommen informationseffiziente Märkte lassen bekanntlich keine Überrendite zu. Märkte wie der der DAX30- oder der Nasdaq-Werte sind wahrscheinlich ziemlich effizient. Amateurtrader müssen dort gegen Analystenscharen aus Banken und Fondsgesellschaften antreten. Kaum zu glauben, dass da systematisch überdurchschnittliche Erträge möglich sind. Die Analyse kleiner und kleinster Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als einer Milliarde Euro lohnt in der Regel nicht für große Analystenhäuser. Das eröffent Möglichkeiten für das Polit-Büro.  

5. (Informiere dich möglichst breit) Lese Zeitschriften, siehe Sendungen und schnappe soviel Informationen auf, wie du nur kannst. So lautet einer der häufigst gehörten Ratschläge an Anleger. Dem folgt das Polit-Büro ganz und gar nicht! Das Problem: Bei kleinen und kleinsten Werten ist der sogenannte Optimismius Bias. Der Optimismus Bias beschreibt den Effekt, dass bei einer Gleichverteilung der Erwartungen bezüglich der künftigen Erträge (also der Kursentwicklung) sich in kleinen Werten, die besonders im Fokus der (medialen) Öffentlichkeit stehen, der Preis von dem optimistischen Rand der Erwartenden bestimmt wird. Das heißt, der Kurs kleinerer Werte ist wahrscheinlich zu hoch (weil eben nur die extremsten Optimisten kaufen). Bei größeren und ubekannten Werten ist dieser Effekt sehr viel geringer. Für Anleger in eher kleineren Werten bleibt nur die Möglichkeit, sich möglichst wenig von Medien manipulieren zu lassen und möglichst in abseitige Unternehmen zu investieren.                 

 

 

 

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