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Trading Idea

In this wikifolio, on the one hand, a fundamental investment strategy is to be pursued, i.e. specific securities are looked for which thanks to their business performance (orders, co-operations, business figures) could have future potential. Moreover, stocks that have a positive news flow or show potential due to a promising chart image should be bought in this wikifolio as well.

This strategy is pursued as it is supposed to represent a healthy mix of short-term speculation and long-term investment and can thus, in my opinion, be successful overall.

I find my information mainly on internet pages and in specialist journals, but also in part through personal discussions with analysts. The average holding period can range from a few days to several weeks or even months, depending on how the security or also the market develop. show more
This is a non-binding translation of wikifolio.com.
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WF19920415
Date created
2013-09-17
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380.6

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Investment Universe

Trader

Lukas Spang
Registered since 2013-09-17

Decision making

  • Technical analysis
  • Fundamental analysis
  • Other analysis

Comments

Comment on EQS GROUP AG

> Kauf | Compliance als Wachstumstreiber < 

 

Nachdem sich die EQS in ihrem Ursprung vor allem auf den Investor Relations Bereich fokussiert hat – insbesondere bekannt durch die Plattform dgap – wurde der Fokus bereits seit 2017 verstärkt auch auf den Bereich Compliance gelegt. Dafür wurde u.a. Ende 2017 die Integrity Line GmbH übernommen, um den Aufbau des Geschäftsfelds Governance, Risk & Compliance zu forcieren. Im Rahmen dessen hat EQS mit der Integrity Line einen Anbieter für cloudbasierte Hinweisgebersysteme übernommen, der in der Wachstumsstrategie 2025 einen wesentlichen Anteil einnimmt. So erwartet EQS für den Bereich Integrity Line einen deutlichen Umsatzanstieg auf 15,0mEUR bis 2025, ausgehend von knapp 2,0mEUR 2018. Dieser Anstieg wird dabei stark regulatorisch getrieben sein, da nach dem Inkrafttreten der europäischen Whistleblower-Richtline mit Wirkung zum 16.12.2019 alle Mitgliedstaaten innerhalb von zwei Jahren verpflichtet sind, diese in die nationale Gesetzgebung zu übernehmen. In diesem Zusammenhang ist auch von besonderer Bedeutung, dass dies nicht nur gelistete Unternehmen, sondern auch nicht gelistete Unternehmen betrifft, wodurch sich ein immenses Potenzial für EQS ergibt. In diesem Bereich arbeitet EQS seit Anfang 2019 auch mit KPMG Law zusammen, um Kunden eine ganzheitliche Compliance-Lösung anzubieten. Ein weiterer wesentlicher Wachstumstreiber ist der Policy Manager (geplanter Launch Mitte 2020), dessen Umsätze sich bis 2025 ebenfalls auf 15,0mEUR (2018: 0,0mEUR) erhöhen sollen. Des Weiteren ist im Bereich Compliance der Insider Manager ein wesentlicher Umsatztreiber bis 2025, dessen Umsätze sich von 1,3mEUR 2018 auf 10,0mEUR erhöhen sollen und den Unternehmen als Tool zur Handhabung von Insider-Themen dient. Insgesamt ist geplant, dass sich der Umsatz im Compliance Bereich von rund 15,6mEUR 2018 (bereinigt um ARIVA) auf rund 66,5mEUR 2025 mehr als vervierfachen bzw. pro Jahr um rund 23,0% wachsen wird. Dabei soll vor allem die bereits bestehende Kundenbasis mit >2.400 Konzernkunden beitragen, die neben IR-Produkten über Cross-Selling zukünftig auch Compliance-Lösungen nutzen sollen. Unterstützt wird das erwartete Wachstum auch durch das allgemeine Marktwachstum im Bereich Governance, Risk & Compliance, dem Gartner ein jährliches Wachstum von 13,4% zuspricht.   

 

Neben dem Wachstum im Compliance Bereich sollen sich auch die Umsätze im Investor Relations (IR) Bereich bis 2025 – wenn auch mit geringeren Wachstumsraten – deutlich erhöhen. Dabei soll der größte Umsatzzuwachs (13,0mEUR) aus dem neuen COCKPIT resultieren, welches neu eingeführt wurde und 2018 damit noch keine Umsatzbeiträge lieferte. Hier kam es allerdings im vergangenen Jahr aufgrund der Verzögerung in der Fertigstellung von Modulen im COCKPIT auch zu Verzögerungen im Onboarding der Kunden auf das neue COCKPIT. Auf Basis der aktuellen Planungen geht das Management jedoch davon aus, bis zur Jahresmitte alle Kunden auf das neue COCKPIT zu migrieren. Zugleich soll dies auch mit erhöhten Preisen einhergehen. IR-Tools sollen mit einem Umsatz von 11,5mEUR 2025 (2018: 8,4mEUR) zum Konzernumsatz beitragen, der Newswire mit 8,0mEUR (2018: 4,4mEUR) und im Bereich Media werden bis 2025 1,0mEUR (2018: 0,6mEUR) erwartet. Daraus resultiert ein Anstieg der Umsatzerlöse im IR-Bereich von 13,4mEUR 2018 auf 33,5mEUR bis 2025, wenngleich sich der Umsatzanteil (bereinigt um den Verkauf von ARIVA) von 46,2% auf 33,5% reduzieren wird. Für den Zeitraum 2018 bis 2025 ergibt sich somit ein durchschnittliches Wachstum von 14,0%, welches damit über dem Marktwachstum der Bereiche Corporate Communications & PR (7% p.a.) bzw. Investor Relations (2,6% p.a.) liegt und somit weitere Marktanteilsgewinne zugrunde legt.

 

Zugleich fokussiert sich EQS nach dem Verkauf der Anteile an ARIVA im Juni vergangenen Jahres nun vollständig auf die beiden Geschäftsbereiche Investor Relations und Compliance, während sich mit ARIVA nicht die erhofften Synergieeffekte eingestellt hatten. Im Rahmen des Verkaufs hat EQS auf Basis einer Unternehmensbewertung i.H.v. 8,0mEUR einen Verkaufserlös von 6,9mEUR erzielt. Zudem bestehen noch Earn-outs für das vergangene Geschäftsjahr 2019. Dadurch hatte sich die Gesellschaft durch den Liquiditätsbestand i.H.v. nur 1,3mEUR bzw. einer Nettoverschuldung von 7,8mEUR Ende 2018 aufgrund des noch negativen Free Cashflows im vergangenen Jahr ein zusätzliches Liquiditätspolster aufgebaut. Zwar hat sich im Rahmen des Verkaufs von ARIVA die ursprüngliche Umsatzplanung für 2025 von 110mEUR auf 110mEUR reduziert, gleichzeitig aber die erwartete EBITDA-Marge von >25% auf nunmehr >30% erhöht und zeigt damit auch das hohe Skalierungspotenzial des Geschäftsmodells bei entsprechender Umsatzsteigerung. Auch wenn es möglich ist, dass sich die genaue Aufteilung der Produktumsätze innerhalb der beiden Bereiche Compliance und IR bis 2025 im Rahmen eines jährlichen Reviews ändert, erwarte ich in Summe keine Veränderung bei der Umsatzplanung.

 

Insgesamt ist das Geschäftsmodell der EQS als sehr konjunkturunabhängig zu beschreiben, sodass das Unternehmen trotz der aktuell starken wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch COVID-19 in diesem Jahr keine wesentlichen negativen Effekte spüren sollte. In der aktuellen Situation profitiert EQS in Teilen sogar, in dem verstärkt Webcasts anstatt von Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden. Zugleich ist die Churn-rate mit zuletzt 2% äußerst gering. Dennoch erwarte ich mit Blick auf den Ende Februar veröffentlichten Ausblick für 2020 (Umsatz 35,1-38,2mEUR / EBITDA 3,5-4,5mEUR) mit 35,9mEUR beim Umsatz und 3,7mEUR beim EBITDA lediglich das Erreichen des unteren Prognosekorridors. Zudem liegen meine Modelerwartungen im Umsatz bis 2025 mit 76,1mEUR (cagr 2019/25: 13,4%) deutlich unterhalb der Unternehmensprognose und bieten somit bei zunehmender Visibilität in den kommenden Jahren Spielraum nach oben. Insgesamt resultiert damit zum aktuellen Zeitpunkt ein Kursziel von 125,00€, welches deutlich über dem derzeitigen Kursniveau liegt.

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Comment on DATAGROUP IT SERVICES HOLDING AG

> Umsatzziel von 500mEUR zunehmend in Reichweite <

 

Datagroup hatte Ende Januar den Geschäftsbericht für 2018/19 veröffentlicht, nachdem die vorläufigen Zahlen für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr bereits Ende November bekannt gegeben wurden. So stieg der Umsatz um 12,7% auf 306,77mEUR (vor IFRS 15 & 16: 323,26mEUR / +18,8%) und das EBITDA um 36,0% auf 46,88mEUR (vor IFRS 15 & 16: 39,76mEUR / +15,4%). Auch wenn damit die Zahlen weitestgehend bereits vorab bekannt waren, zeigte sich, dass Datagroup im Schlussquartal hohe sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 6,33mEUR (+131,3% / Q1-3: 4,77mEUR) verzeichnete, die so zu der guten Ergebnisentwicklung beigetragen haben. Für CORBOX konnten 29 Neukunden gewonnen werden, sodass sich die positive Entwicklung der Vorjahre weiter fortgesetzt hat. Zugleich belang bei 16 Bestandskunden ein Upselling.

 

Neben einem weiteren organischen Wachstum von 4,9% (vor IFRS 15 & 16) war der Umsatz auch durch die Erstkonsolidierung der UBL Informationssysteme GmbH (Konsolidierung ab April 2019) positiv geprägt, die einen Umsatzbeitrag von 11,75mEUR (13,89mEUR vor IFRS 15 & 16) leistete. Dazu konnte auch der im August 2019 aus der Insolvenz übernommene Geschäftsbetrieb der IT-Informatik GmbH einen Umsatzbeitrag von 3,47mEUR leisten, ebenso wie die im Rahmen dessen übernommene profitable Mercoline GmbH mit einem Umsatzbeitrag von 1,01mEUR. Während die UBL und die Mercoline mit 1,58mEUR bzw. 0,14mEUR positiv zum Vorsteuerergebnis beigetragen haben, war der Geschäftsbetrieb der IT-Informatik (jetzt Datagroup Ulm GmbH) mit 0,65mEUR noch defizitär. Nach nur wenigen Monaten gelang es dem Datagroup Management nun allerdings, den defizitären Geschäftsbereich aus den roten Zahlen zu steuern. Im aktuellen Geschäftsjahr dürfte die Einheit rund 20mEUR Umsatz sowie ein leicht positives Ergebnis erzielen. Innerhalb der kommenden 12 Monate plant das Management die Profitabilität auf das Konzernniveau zu steigern.

 

Mitte Januar kündigte Datagroup die Übernahme von 68% an der Diebold Nixdorf Portavis GmbH von Diebold Nixdorf Inc. an. Portavis erbringt für Kunden IT Services im Finanzdienstleistungssektor. Damit baut die Gesellschaft ihr Geschäft mit Cloud Services und IT-Betriebsdienstleistungen im Finanzbereich deutlich aus. Das Unternehmen betreut im Wesentlichen die Kunden Hamburger Sparkasse, die Sparkasse Bremen sowie die Hamburg Commercial Bank. Die Hamburger Sparkasse und Sparkasse Bremen halten zugleich die verbleibenden 32%. Datagroup habe sich allerdings auch die Option auf den verbleibenden Anteil vertraglich gesichert. Im aktuellen Geschäftsjahr (Kalenderjahr 2020) wird Portavis rund 66mEUR Umsatz erzielen und soll ab März in den Datagroup Konzern konsolidiert werden. Aufgrund der Konsolidierung von lediglich 7 Monaten rechnet man mit einem Umsatzbeitrag von 35mEUR im aktuellen Geschäftsjahr 2019/29. Die EBIT-Marge liegt derzeit noch bei 4%, soll jedoch mittelfristig auf ein Niveau von 10% gesteigert werden. Die EBITDA-Marge liege laut CEO Schaber bei >15%. Allerdings habe Portavis in der Vergangenheit einen erheblichen Anteil der Umsätze über externe Mitarbeiter erbracht, die deutlich teurer (ca. 60-70TEUR) als eigene Mitarbeiter sind. Da Diebold Nixdorf ein strategisches Interesse am Verkauf hatte, ist man Datagroup auch beim Kaufpreis sehr entgegen gekommen. So lag der Kaufpreis laut Unternehmensunterlagen bei -19,0mEUR, sodass Datagroup hat mit dem Kauf liquide Mittel i.H.v. 44,3mEUR erhalten hat. Gleichzeitig hat Datagroup allerdings auch Pensionsverpflichtungen von rund 30mEUR übernommen. In Folge des negativen Kaufpreises wird Datagroup auch einen deutlich positiven Ergebniseffekt in Form eines Badwills verbuchen, der jedoch laut Unternehmensangaben noch nicht quantifiziert sei. Dies könnte bei ansonsten guter operativer Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf zu einer Anhebung der EBITDA-Prognose führen.

 

In das neue Geschäftsjahr 2019/20 ist das Unternehmen unverändert dynamisch gestartet. So stieg der Umsatz um 19,3% auf 82,85mEUR, war jedoch insbesondere durch die Übernahme der UBL (April 2019), Mercoline (August 2019) sowie den Assets/Mitarbeitern der IT Informatik (August 2019) erneut stark anorganisch geprägt. Der organische Zuwachs dürfte lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich (LSe: 1,0-2,0%) gelegen haben. Erfreulich hat sich weiter das CORBOX-Geschäft entwickelt, im Rahmen dessen in den ersten 3 Monaten 11 Neukunden gewonnen werden konnten und bei 7 Bestandskunden ein Upselling gelang. Bis zur Hauptversammlung Anfang März hatten sich diese Werte auf 12 respektive 9 erhöht und zeigen damit weiterhin einen steigenden Trend. Für CORBOX wurde nun auch Robots-as-a-Service in die Managed & Private Cloud-Services aufgenommen, die u.a. aus der Anfang 2018 übernommenen Almato AG resultiert. Das EBITDA stieg dagegen nur um 4,4% auf 9,45mEUR an und war u.a. durch Restrukturierungs- sowie Anlaufkosten bei der Datagroup Ulm (ca. 1,3mEUR), nicht eingeplanten Anlaufkosten für Großprojekte (1,1mEUR) sowie sonstigen Einmalkosten (0,3mEUR) belastet. In Folge dessen reduzierte sich die EBITDA-Marge von 13,1% im Vorjahr auf 11,4%, wenngleich der Vorstand für die kommenden Quartale wieder bessere Margen erwartet.

 

Im Rahmen der Hauptversammlung Anfang März hatte Datagroup wie traditionell die Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr 2019/20 veröffentlicht. Demnach erwartet der Vorstand einen Umsatz von >375mEUR (LSe alt: 358,66) sowie ein EBITDA von >55mEUR (LSe alt: 51,12). In meinen bisherigen Schätzungen waren allerdings noch nicht die Umsatzbeiträge der Portavis (rund 35mEUR) enthalten. Die vergleichsweise höheren Schätzungen (393,66mEUR inkl. Portavis) basierten auf der Annahme, dass die 2019 gewonnenen Großaufträge, die sich im vergangenen Jahr zum Teil noch in der Transitionsphase (nach IFRS 15 nicht umsatzwirksam) befanden, in diesem Geschäftsjahr zu einem erhöhten organischen Wachstum führen. Durch die Portavis Übernahme sollen die Umsätze im Banking Bereich in den kommenden Jahren auf >100mEUR steigen. Ebenso im SAP-Umfeld soll sich der Umsatz von 50-60mEUR in diesem Jahr auf zukünftig >100mEUR erhöhen.

 

Ich habe im Rahmen des Geschäftsberichts für das vergangene Geschäftsjahr 2018/19, der Q1-Zahlen 2019/20 sowie der Portavis Übernahme meine Schätzungen überarbeitet und erwarte nun für das aktuelle Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz i.H.v. 379,55mEUR (+23,7%) sowie ein EBITDA i.H.v. 54,89mEUR. Dabei ist ein positiver Einmaleffekt aus einem Badwill im Rahmen der Portavis Übernahme allerdings noch nicht enthalten, der im Jahresverlauf zu einer Anhebung der Ergebnisprognose führen könnte. Für die kommenden beiden Geschäftsjahre erwarte ich eine weitere Umsatzsteigerung auf 433,85mEUR (alt: 387,32mEUR) respektive 453,22mEUR. Demnach müsste Datagroup noch Akquisitionen mit einem Umsatzbeitrag von rund 70mEUR tätigen, um das avisierte Umsatzziel von 500mEUR im kommenden Geschäftsjahr zu erreichen. Der hohe Cashbestand (inkl. Portavis-Zahlung ca. 83,5mEUR) bietet dabei unverändert Spielraum für weitere Akquisitionen, um auch zukünftig anorganisch zu wachsen. Für das Ergebnis erwarte ich für die Jahre 2020/21 und 2021/22 weitere Margensteigerungen und somit eine Verbesserung des EBITDA auf 70,89mEUR (alt: 60,59mEUR) bzw. 77,07mEUR. Insgesamt erhöht sich das Kursziel durch die höheren Umsatz- und Ergebnisschätzungen sowie des Liquiditätszufluss im Rahmen der Portavis Übernahme sowie einem niedrigeren Diskontierungszins aufgrund eines geringeren risikolosen Zinssatzes bei Unternehmensbewertungen von zuletzt 67,00€ auf nunmehr 74,00€.

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Comment on ALLGEIER SE

> Starkes Schlussquartal 2019 <

 

Allgeier hat zuletzt vorläufige Zahlen für 2019 veröffentlicht, die sehr gut ausgefallen sind. So stieg die Gesamtleistung um rund 14% auf 786,0mEUR an, insbesondere angetrieben durch die Unternehmensbereiche bestehend aus den Tochtergesellschaften Nagarro, iQuest, Objectiva sowie dem SAP-Geschäft aus dem Enterprise Services Geschäft. Die Gesamtleistung dieser Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche, die im Jahresverlauf ein eigenes Börsenlisting erhalten sollen, konnte sich um 40% auf 403mEUR erhöhen. Neben einem starken organischen Wachstum wurde ein Teil jedoch auch durch anorganische Umsatzbeiträge, insbesondere durch die im Jahresverlauf 2018 übernommenen Gesellschaften iQuest und Objectiva, erzielt. In einer like-for-like Betrachtung stieg die Gesamtleistung dennoch um 23%. Im vierten Quartal lag die Konzerngesamtleistung mit 201mEUR rund 8% über dem Vorjahr und zeigt dabei auch die stärkere Fokussierung auf margenstarke Umsätze im Segment Experts.

 

Mit Blick auf die Ergebnisentwicklung verzeichnete Allgeier im Schlussquartal eine sehr starke Entwicklung, sodass auch das Gesamtjahresergebnis deutlich über meinen Erwartungen lag. So erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 34% auf 74mEUR (LSe: 66,0mEUR), das EBITDA stieg um 59% auf 71mEUR (LSe: 56,7mEUR), war jedoch auch positiv beeinflusst durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 (LSe: ca. 17mEUR). Das EBIT erreichte einen Wert von 38mEUR (LSe: 26,4mEUR) und lag damit um 108% höher als im Vorjahr. Damit ergibt sich allein für das vierte Quartal ein EBIT i.H.v. 16,1mEUR. Zum Vergleich: Nach 9 Monaten wurde ein EBIT i.H.v. 22,9mEUR erzielt, sodass zu vermuten ist, dass im vierten Quartal auch positive Einmaleffekte (z.B. Auflösung von Rückstellungen) das Ergebnis beeinflusst haben.

 

Zugleich bestätigte das Unternehmen die Prognose von Anfang Dezember für 2020, die einen Umsatzanstieg auf 820-840mEUR sowie ein bereinigtes EBITDA i.H.v. 90-100mEUR, vorsieht. Dabei wird der Fokus u.a. weiter durch die Reduzierung von margenschwachen Umsätzen im Bereich Experts geprägt sein, sodass das Wachstum im aktuellen Geschäftsjahr etwas gebremst ist. Eine mögliche Beeinflussung durch COVID-19 sei derzeit nicht abzuschätzen, wenngleich Allgeier Leistungen nicht primär vor Ort beim Kunden erbringt, sondern von vielen Orten der Welt (z.B. Indien) und auch Mitarbeiter flexibel von zuhause arbeiten können. Angesichts der aktuellen Kapitalmarktentwicklungen ist m.E. derzeit fraglich, ob das geplante Listing des Technology Bereichs in diesem Jahr wie geplant umgesetzt werden kann. Um die Unsicherheit durch COVID-19 jedoch zu berücksichtigen, habe ich meine Schätzungen für 2020 und 2021 reduziert. Dennoch erwarte ich nur begrenzte Auswirkungen auf das Allgeier Geschäft. So erwarte ich in diesem Jahr einen Umsatz i.H.v. 804,6mEUR (alt: 831,5) sowie für das kommende Jahr von 877,7mEUR (alt: 892,3). Auf EBITDA-Ebene erwarte ich in diesem Jahr ein Ergebnis von 75,9mEUR (alt: 79,7) sowie für 2021 von 90,5mEUR (alt: 91,7). Zugleich habe ich den Diskontierungszins aufgrund eines geringeren risikolosen Zinssatzes für die Unternehmensbewertung leicht reduziert, wodurch die geringeren Schätzungen überkompensiert werden. Insgesamt erhöht sich dadurch das Kursziel leicht von 59,00€ auf 62,00€.

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Comment on SCHALTBAU HOLDING NA O.N

> 2019 in line abgeschlossen <

 

Schaltbau hat letzte Woche vorläufige Zahlen für 2019 veröffentlicht. Demnach erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 511,4mEUR (LSe: 511,9mEUR / -1,3%) auf berichteter Basis, der allerdings durch die Entkonsolidierungen der Pintsch Bubenzer, Sepsa sowie Alte, verzerrt ist. Auf like-for-like Basis erzielte Schaltbau daher mit 495,9mEUR (LSe: 490,1mEUR) einen geringeren Umsatz, der auf vergleichbarer Basis um 9,5% über dem Vorjahreswert liegt. Damit konnte die Prognose von 480-500mEUR am oberen Ende erreicht werden. Sehr positiv in diesem Zusammenhang ist auch der Fakt, dass zu dieser Entwicklung alle drei Segmente beigetragen haben. Demnach stiegen die Umsatzerlöse im größten Segment Mobile Verkehrstechnik auf vergleichbarer Basis um 8,9% auf 269,0mEUR, im zweitgrößten Segment Komponenten um 6,4% auf 154,4mEUR und im Segment Stationäre Verkehrstechnik um 19,0% auf 72,5mEUR. Trotz eines Produktionsausfalls bei der größten Tochtergesellschaft Bode (Segment Mobile Verkehrstechnik) im Mai konnte das Unternehmen dennoch ein Wachstum von 4,4% auf 193,7mEUR erreichen. Die Umsatzerlöse im Segment Stationäre Verkehrstechnik profitierten von erhöhten Absätzen im Bereich Bahnsteigtüren sowie einer hohen internationale Nachfrage nach Achszähl-Systemen. Dagegen verhinderten Projektverschiebungen bei Bahnübergängen eine noch bessere Entwicklung.

 

Mit Blick auf die Ergebnisentwicklung konnte Schaltbau auf Ebene des bereinigten EBIT auf vergleichbarer Basis eine Marge von 5,9% (LSe: 5,9%) erreichen, die damit ebenfalls am oberen Ende der Prognosespanne (5-6%) lag. Auch auf Ergebnisebene konnten alle Segmente positiv beitragen. Das Segment Komponente, welches die höchsten Margen im Konzern erzielt, konnte mit einem bereinigten EBIT i.H.v. 27,7mEUR (Vj. 25,1) erneut den mit Abstand größten Beitrag liefern. Das Segment Stationäre Verkehrstechnik konnte den Turnaround erreichen und das bereinigte EBIT von -1,1mEUR auf 4,2mEuR steigern, profitierte dabei aber auch vom Materialverkauf im Zusammenhang mit dem PSD-Projekt in Brasilien (Bahnsteigtüren) sowie Nachträgen für zwei Großprojekte im ersten Quartal, bei denen die Aufwendungen schon in vorherigen Perioden angefallen waren. Das Segment Mobile Verkehrstechnik verzeichnete ebenfalls eine deutliche Verbesserung des bereinigten EBIT von 4,6mEUR auf 12,7mEUR, die durch den gestiegenen Umsatz, einen verbesserten Produkt-Mix, Nachverhandlungen bei Kundenprojekten sowie Materialkosteneinsparungen erreich wurde.

 

Insgesamt lagen die Zahlen im Rahmen meiner Erwartungen und am oberen Rand der Unternehmensprognose. Mit Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr 2020 will sich das Unternehmen nun auf die bevorstehende Wachstumsphase fokussieren, zeigt sich jedoch auch von der zunehmenden Unsicherheit durch COVID-19 hinsichtlich bestimmter Lieferketten und Wirtschaftszweige betroffen. Dennoch geht das Management von einer Normalisierung der Situation im zweiten Quartal aus. Insbesondere durch die Tochtergesellschaft SPII ist Schaltbau durch die aktuellen Einschränkungen in Italien betroffen, wenngleich der Umsatzbeitrag dieser 2015 übernommenen Tochtergesellschaft im unteren bis mittleren zweistelligen Mio. € Bereich (letzte verfügbare Zahl: rund 26mEUR Umsatz 2016) liegen dürfte (<10% vom Konzernumsatz). In China ist Schaltbau in der Stadt Xi’an tätig, wobei jedoch bereits Ende Februar über eine generelle Wiederaufnahme der Produktion bei den meisten Unternehmen dort berichtet wurde. 2018 lag der Umsatzanteil in Asien bei rund 11%, wobei Schaltbau laut eigenen Angaben in Xi‘an größere Produktionsstätten hat. Da sich die Lage in China durch deutlich zurückgegangene Neuerkrankungen allerdings zunehmend entspannt, dürfte sich die Situation dort auch für Schaltbau sukzessive normalisieren. Dennoch habe ich im Rahmen der vorläufigen Zahlen und der aktuellen Situation meine Schätzungen für 2020 & 2021 reduziert und erwarte nun in diesem Jahr einen Umsatz i.H.v. 515,9mEUR (+4,0% like-for-like; alt: 539,1) sowie für das kommende Geschäftsjahr von 557,2mEUR (+8,0%; alt: 582,2). Für das Ergebnis erwarte ich in diesem Jahr eine stabile EBIT-Marge von 5,9% (alt: 6,7%) und für 2021 eine Steigerung auf 7,8% (alt: 8,1%), sodass Schaltbau dann dennoch wie geplant wieder historische EBIT-Margen von 7-9% erreichen sollte. Zwar habe ich den Diskontierungszins aufgrund eines geringeren risikolosen Zinssatzes für die Unternehmensbewertung gesenkt. Insgesamt reduziert sich jedoch das Kursziel aufgrund der niedrigeren Schätzungen leicht von 51,00€ auf 49,00€.

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