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Junolyst
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Trading Idea

In this wikifolio, on the one hand, a fundamental investment strategy is to be pursued, i.e. specific securities are looked for which thanks to their business performance (orders, co-operations, business figures) could have future potential. Moreover, stocks that have a positive news flow or show potential due to a promising chart image should be bought in this wikifolio as well.

This strategy is pursued as it is supposed to represent a healthy mix of short-term speculation and long-term investment and can thus, in my opinion, be successful overall.

I find my information mainly on internet pages and in specialist journals, but also in part through personal discussions with analysts. The average holding period can range from a few days to several weeks or even months, depending on how the security or also the market develop. show more
This is a non-binding translation of wikifolio.com.
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Master data
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WF19920415
Date created
2013-09-17
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386.6

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wikifolio labels

Investment Universe

Trader

Lukas Spang
Registered since 2013-09-17

Decision making

  • Technical analysis
  • Fundamental analysis
  • Other analysis

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Comment on STEICO SE

> Holzbau boomt <

 

Steico hat Ende April endgültige Zahlen für 2019 veröffentlicht. Demnach konnte der Umsatz 2019 um 11,5% auf 281,00mEUR gesteigert werden und erfüllte damit die Jahresprognose, die einen Anstieg von >10% in Aussicht gestellt hatte. Angetrieben wurde das Wachstum insbesondere durch die Segmente ökologische Dämmstoffe (176,0mEUR / +12,4%), Stegträger (43,2mEUR / +31,0%) sowie Furnierschichtholz (31,9mEUR / +12,6%). Regional betrachtet kamen wichtige Wachstumsimpulse aus dem Heimatmarkt Deutschland (98,0mEUR / +12,0%), Großbritannien (32,8mEUR / +8,6%), Australien (13,8mEUR / +165,4%) und dem restlichen Europa (19,2mEUR / +14,3%). Das Ergebnis entwickelte sich erneut überproportional und erreicht zugleich neue Höchstwerte. So steigerte Steico das EBITDA um 27,7% auf 56,71mEUR, das EBIT stieg sogar noch deutlicher um 32,3% an. Dies war laut Unternehmensangaben vor allem auf die anhaltend hohe Auslastung der Produktionsanlagen, die durchgeführte Preiserhöhung zu Jahresbeginn sowie eine vorteilhafte Wechselkursabsicherung zurückzuführen. Das Steico überhaupt eine Preiserhöhung durchführen konnte ist auch durch einen geringeren Wettbewerbsdruck, beispielsweise durch die Schließung des Schweizer Standorts Cham vom Wettbewerber Soprema, bedingt. Durch die Errichtung von Biomassekesseln macht sich Steico darüber hinaus mit Blick auf die Energiekosten und die Abhängigkeit von Kohle deutlich unabhängiger und kann nun den Regelbetrieb ohne den Einsatz von Kohle durchführen. Fossile Energieträger werden laut Unternehmensangaben lediglich als Reserveenergieträger genutzt.

 

Auch das erste Halbjahr verlief solide, wenngleich die Ergebnisentwicklung, vor allem durch das niedrigere Umsatzniveau aufgrund der auf den höheren Umsatz ausgerichteten Kostenbasis, nicht an die hohe Dynamik des Vorjahres anknüpfen konnte. So erhöhten sich die Umsatzerlöse zu Jahresbeginn um 4,9%, im zweiten Quartal um 1,6%, sodass zum Halbjahr ein leichtes Plus von 3,3% zu Buche stand. Dies ist umso bemerkenswerter, da durch den harten Lock-down in Großbritannien die dortigen Umsätze um 37,6% auf 10,3mEUR deutlich zurückgegangen sind, jedoch durch eine sehr gute Entwicklung in Deutschland (56,7mEUR / +19,2%), in Skandinavien (10,1mEUR / +32,9%), dem Alpenraum (7,1mEUR / +20,3%) und im restlichen Europa (9,7mEUR / +10,2%) überkompensiert werden konnten. Der deutliche Umsatzrückgang in Großbritannien zeigte sich auch in der Umsatzentwicklung bei den Stegträgern, deren Umsätze in den ersten sechs Monaten um 32,4% auf 14,6mEUR zurückgingen. Mit Blick auf Deutschland zeigt sich die sehr gute Entwicklung im Holzbau auch bei den Zahlen zum Holzbau/Fertigbau vom Bundesverband deutscher Fertigbau, der für das erste Quartal einen Anstieg von 11,1% berichtet hatte. Zudem gibt es mehr und mehr Förderprogramme, die diese Bauweise unterstützen. Auf Segmentebene konnten sich erneut die ökologischen Dämmstoffe (94,5mEUR / +10,3%) mit einem Umsatzanteil von inzwischen 65,7% (Vj. 61,4%) erfreulich entwickeln, ebenso wie der Bereich Furnierschichtholz (17,9mEUR / +12,6%) und die Spezialprodukte (9,7mEUR / +12,8%).

 

Aufgrund der guten Entwicklung in der ersten Jahreshälfte hat der Vorstand seinen Ausblick für den Umsatz mit einer Steigerung von bis zu 5% bestätigt, da sich die europäische Bauwirtschaft nach wie vor durch eine hohe Stabilität auszeichne. Für das Ergebnis wurde die Prognose sogar leicht angehoben und wird nun in einem Korridor von 8,5-9,5% von der Gesamtleistung (bisher: 7,5-8,5%) erwartet. Aufgrund des erreichten Wachstums von 3,3% nach den ersten 6 Monaten und der Rückkehr zur bisher geplanten Wachstumsrate in der zweiten Hälfte des Jahres dürfte auch ein Übertreffen der Prognose möglich sein. Zugleich wurden aufgrund der weiterhin hohen Nachfragesituation Investitionen am Standort Czarna Woda in Polen und am Standort Casteljaloux in Frankreich angekündigt, die aber bereits Bestandteil der Investitionsplanung i.H.v. 44,00mEUR für dieses Jahr sind. So wird in Polen eine weitere Anlage für stabile Holzfaser-Dämmstoffe aus dem Nassverfahren errichtet und am französischen Standort eine Anlage für stabile Holzfaser-Dämmstoffe aus dem Trockenverfahren.

 

Ich habe im Rahmen des Geschäftsberichts sowie der Zahlen für das erste Halbjahr 2020 meine Schätzungen sowie mein Modell überarbeitet und erwarte für dieses Jahr durch ein wieder deutlich stärkeres zweites Halbjahr einen Umsatzanstieg von 8,1% auf 303,82mEUR (ursprüngliches Ziel: >10%) sowie ein EBIT i.H.v. 33,12mEUR (+2,0%), welches in der zweiten Jahreshälfte deutlich von der wieder erhöhten Umsatzbasis profitieren sollte. Im kommenden Jahr dürfte die Umsatzentwicklung wieder stärker ausfallen (2021e: +11,8%), auch durch eine dann wieder verbesserte Absatzsituation in Großbritannien. Ebenso dürften im kommenden Jahr nennenswerte Umsatzbeiträge aus dem neuen Bereich der Holzbauelemente (2021e: 12,5mEUR) zu sehen sein. In diesen Markt ist Steico in diesem Jahr neu eingetreten und sieht hier vielversprechende Wachstumsmöglichkeiten sowie attraktive Ergebnisbeiträge. Mit Blick auf das Jahr 2022 und der dann nahenden Kapazitätsgrenze für die Produktion von Furnierschichtholz in Polen dürfte es dagegen in den kommenden Monaten zu einer möglichen Entscheidung über einen dortigen Kapazitätsausbau kommen. Für das Jahr 2022 erwarte ich dann bei einem Umsatz von 367,54mEUR (+8,2%) ein EBIT i.H.v. 45,68mEUR sowie ein Ergebnis je Aktie von 2,26€. Insgesamt reduziert sich mein Kursziel aufgrund eines höheren jährlichen Investitionsbedarfs leicht von zuletzt 42,00€ auf 41,00€. Auch wenn sich der Trend zu ökologischer Bauweise in den kommenden Jahren weiter fortsetzen dürfte und Steico auch durch die zunehmenden Energievorschriften bei Gebäuden profitieren sollte, sehe ich bei der Bewertung aufgrund der jährlich anfallenden Investitionen in neue Kapazitäten und den damit begrenzten Kapitalrenditen keinen Spielraum mehr.  

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Comment

> Monatsupdate Juli 2020 <

 

Im Juli konnte das wikifolio eine äußerst starke Entwicklung verzeichnen und um 11,7% dazu gewinnen, während der DAX (+/- 0,0%) und SDAX (+1,8%) nur leicht zulegten. Dadurch konnte per Ende Juli nicht nur wieder ein Gewinn von 6,6% in diesem Jahr erreicht werden sondern auch eine deutliche Outperformance!

 

Weitere Details im Monatsupdate:

 

Zum Monatsupdate

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Comment on MANZ AG

> Zugpferd Energy Storage <

 

Manz hat jüngst Quartalszahlen veröffentlicht, die sehr gut ausgefallen sind. So gelang es trotz des außergewöhnlich schwierigen Marktumfeldes den Umsatz im zweiten Quartal um 12,0% auf 62,71mEUR (Q1: 61,61mEUR) zu steigern und zugleich das Umsatzniveau aus dem ersten Quartal zu übertreffen. Wachstumstreiber war dabei das Segment Energy Storage, das den Umsatz um 79,4% auf 15,04mEUR steigerte. Aber auch das Segment Contract Manufacturing erzielte mit 12,85mEUR einen um 85,2% höheren Umsatz im zweiten Quartal. Im erst genannten konnten die Großaufträge aus dem Vorjahr trotz COVID-19 Pandemie wie geplant abgearbeitet werden. Deutliche Einbußen verzeichnete dagegen der Solarbereich mit einem Rückgang von 56,5% auf 3,61mEUR. Aufgrund des Umsatzrückgangs von 19,8% im ersten Quartal resultierte im Konzern auf Halbjahresbasis noch ein Umsatzrückgang von 6,4% auf 124,32mEUR, wenngleich das Bild auf Segmentebene ähnlich ist. So verzeichneten die Segmente Solar (9,68mEUR / -56,2%) und Electronics (51,79mEUR / -21,5%) größere Umsatzrückgänge, währenddessen die Bereiche Energy Storage (29,81mEUR / +104,2%) und Contract Manufacturing (23,63mEUR / +15,3%) deutliche Zuwächse erreichten. Der schwache Umsatz im Solarbereich ist auf Verzögerungen bei der Maschineninstallation in Folge der COVID-19 Beschränkungen zurückzuführen. Das Service-Segment verzeichnete jeweils einen leichten Umsatzrückgang von 1,1% respektive 2,1%.

 

Sehr positiv hat sich wie bereits im ersten Quartal das Ergebnis entwickelt. So erhöhte sich das EBITDA sehr deutlich von 0,57mEUR auf 5,17mEUR im zweiten Quartal, zum Halbjahr stand ein mehr als verdoppeltes Ergebnis von 12,07mEUR (Vj. 5,70mEUR) zu Buche. Wesentlicher Treiber dafür war die Rohmarge, welche sich sowohl im zweiten Quartal (+22,3%) als auch innerhalb der ersten 6 Monate (+5,9%) deutlich überproportional entwickelte und Ergebnis der in den letzten Quartalen angestoßenen Effizienz- und Kostenmaßnahmen ist. Aber auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich vor allem durch geringere Reisekosten deutlich unterproportional. Im zweiten Quartal profitierte das Ergebnis zudem von einem unterproportionalen Anstieg der Personalaufwendungen (+2,4%). Durch die deutlich reduzierten aktivierten Eigenleistungen (0,41mEUR / -48,1%) im zweiten Quartal war das Ergebnis qualitativ auch sehr gut. Das EBIT erreicht dadurch im zweiten Quartal einen Wert von 2,11mEUR (Vj. -4,08mEUR) und zum Halbjahr von 5,65mEUR (Vj. -3,43mEUR). Auf Segmentebene konnte vor allem der Bereich Contract Manufacturing mit einem starken Ergebnis überzeugen. Aber auch die Segmente Electronics (1,00mEUR) und Energy Storage (0,53mEUR) konnten auf EBIT-Ebene positiv beitragen. Der Solarbereich belastete dagegen mit einem negativen EBIT i.H.v. -3,32mEUR.

 

Ebenfalls sehr positiv im zweiten Quartal entwickelt hat sich der Auftragseingang, der auf 79,00mEUR (Vj. 37,30mEUR) mehr als verdoppelt werden konnte. Auch in diesem Fall war dies vor allem auf das Energy Storage Segment mit einem starken Anstieg der Neuaufträge von 143,4% auf 37,00mEUR zurückzuführen. Hier konnte Manz Folgeaufträge von einem Kunden für den Bereich Lithium-Ionen-Batterien im mittleren zweistelligen Millionenbereich erhalten. Aber auch der Electronics Bereich konnte in Q2, bedingt durch einen Folgeauftrag von einem der größten Display-Hersteller Chinas im unteren zweistelligen Millionenbereich im Mai, den Auftragseingang um 158,8% auf 29,50mEUR erheblich steigern. Im Contract Manufacturing Segment schwächte sich die Auftragsdynamik nach einem starken Q1 (+96,2%) dagegen ab, wenngleich mit +17,2% auf 6,80mEUR ein Anstieg verzeichnet wurde. Positiv hat sich auch die Auftragslage im Servicegeschäft entwickelt (+8,3%), nachdem im ersten Quartal noch ein deutlicher Rückgang von 23,6% verbucht worden war. Die Auftragseingänge im Bereich Solar waren aufgrund der Höhe (Q2: 0,4mEUR / HJ: 0,7mEUR) unbedeutend. Zum Halbjahr stand so ein Auftragsplus von 58,6% auf 124,20mEUR zu Buche, der Auftragsbestand erhöhte sich in der Folge leicht um 6,7% auf 168,00mEUR. Dieser verteilt sich auf die Segmente wie folgt: Segment 43,80mEUR (-37,6%), Electronics 44,70mEUR (-30,6%), Energy Storage 73,40mEUR (+294,6%) und Contract Manufacturing 5,7mEUR (+32,6%). Das Servicegeschäft weist keine Auftragsbestände auf.

 

Für das Gesamtjahr hat der Vorstand die im Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichts kommunizierte Prognose für Umsatz (leichter bis moderater Umsatzanstieg) und Ergebnis (EBITDA-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich / EBIT-Marge im unteren einstelligen Prozentbereich) bestätigt. Aufgrund der guten Profitabilität habe ich meine Ergebnisschätzungen für dieses Jahr beim EBITDA von 17,98mEUR auf 22,76mEUR (8,2% EBITDA-Marge) und beim EBIT von 3,51mEUR auf 9,08mEUR (3,3% EBIT-Marge) angehoben. Da die Umsatzentwicklung im Solarsegment schwächer als erwartet verlief, habe ich meine Umsatzschätzungen für dieses Jahr dagegen leicht auf 278,75mEUR (+5,4% / alt: 281,86mEUR) leicht reduziert. Ab dem kommenden Jahr sollte dieser Bereich durch Folgeaufträge aus dem CIGS-Bereich wieder deutlich höhere Umsatzbeiträge liefern. Sehr positiv dürfte sich auch die Entwicklung im Energy Storage darstellen, wo der Vorstand unverändert über eine vielversprechende Pipeline berichtete. Insgesamt ergibt sich nach der Überarbeitung bis 2022 eine leicht höhere Profitabilität (10,8% EBITDA-Marge statt bislang 10,4%), sodass sich das Kursziel von 40,00€ auf 42,00€ ebenfalls leicht erhöht.

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Comment on LPKF LASER+ELECTRON.

> EBIT überzeugt, Ausblick enttäuscht <

 

Nach den vorläufigen Zahlen Ende Juli hat LPKF Laser nun endgültige Zahlen für das zweite Quartal respektive das erste Halbjahr 2020 veröffentlicht. So erhöhte sich der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2020 (19,51mEUR) deutlich auf 30,50mEUR, blieb aber um 15,9% unter dem Vorjahreswert. Zugleich wurde damit der Mittelwert der für das zweite Quartal prognostizierten Umsatzspanne (28-33mEUR) erreicht. Während das Welding Segment (5,72mEUR / +0,9%) den Umsatz leicht steigern konnte, verzeichneten auch im zweiten Quartal alle anderen Segmente Electronics (9,12mEUR / -3,9%), Development (4,65mEUR / -28,4%) und Solar (11,00mEUR / -24,7%) Umsatzrückgänge. Zum Halbjahr stand durch den starken Umsatzrückgang im ersten Quartal (-46,4%) ein Rückgang auf 50,00mEUR (-31,2%) zu Buche. Zugleich verzeichneten alle Segmente auf Halbjahresbasis einen rückläufigen Umsatz. Im Bereich Electronics wurde ein Umsatz von 15,38mEUR (-24,8%) erzielt, im Bereich Development von 9,80mEUR (-18,5%), im Bereich Welding von 9,65mEUR (-15,6%) und im Solar-Bereich von 15,17mEUR (-47,3%). Dies ist vor allem auf eine verzögerte Auftragsvergabe und fehlende Großaufträge im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Auf der Ergebnisseite konnte dagegen im zweiten Quartal eine deutlich positive Entwicklung verzeichnet werden. Aufgrund einer reduzierten Kostenbasis sowie geringeren Reise- und Bewirtungskosten und Zuschüssen aus dem Kurzarbeitergeld (0,4mEUR in HJ1) in Deutschland sowie Zuschüssen in anderen Ländern (China & Slowenien / in Summe 0,2mEUR in HJ1) und höheren aktivierten Eigenleistungen (1,65mEUR / +61,2%) erhöhte sich das EBIT um 30,4% auf 5,21mEUR. Damit wurde die EBIT-Prognose für das zweite Quartal (1-4mEUR) übertroffen. Aufgrund des Verlustes im ersten Quartal i.H.v. -2,37mEUR resultierte somit nach 6 Monaten ein EBIT i.H.v. 2,85mEUR (-71,8%), welches deutlich unter dem Vorjahresniveau lag. Sehr positiv ist in diesem Zusammenhang der Fakt, dass alle vier Segmente im zweiten Quartal ein positives EBIT erzielen konnten, wobei vor allem das Solar Segment mit einer EBIT-Marge von 29,9% positiv hervorstach. Auf Halbjahresbasis erzielten bis auf das Segment Welding ebenfalls alle vier Segmente ein positives Ergebnis.

 

Der Auftragseingang lag im zweiten Quartal mit 18,0mEUR nicht nur unter dem Niveau des ersten Quartals (21,2mEUR), sondern auch um 25,6% unterhalb des Vorjahreswertes, sodass zum Halbjahr ein Rückgang von 13,5% auf 39,6mEUR resultierte. Damit lag das Book-to-Bill mit 0,79 sowohl zum Halbjahr um 0,59 als auch im zweiten Quartal jeweils unter 1. Zurückzuführen ist dies auf fehlende Großaufträge sowie auf vermehrte Auftragsverschiebungen durch Kunden, teilweise auch in das kommende Jahr. Der rückläufige Auftragseingang sei aber insbesondere auf einen deutlich höheren Beitrag des Segments Solar im Vorjahr (6,9mEUR) zurückzuführen. Positiv zu betonen ist jedoch, dass bisher lediglich ein Auftrag mit einem Gesamtvolumen on 175TEUR storniert wurde. In China, mit einem Umsatzanteil von 18,4% 2019 der wichtigste Markt von LPKF, sehe man zudem eine schrittweise Normalisierung. Für das dritte Quartal erwartet das Management nun mit 24-27mEUR (Q3 2019: 34,8mEUR) allerdings wieder ein niedrigeres Umsatzniveau als im Vorquartal, während das EBIT in einem Bereich zwischen 1-3mEUR (Q3 2019: 5,2mEUR) liegen soll. Eine Prognose für das Gesamtjahr hat der Vorstand weiterhin nicht veröffentlicht, wenngleich die Mittelfristprognose für 2024 (>360mEUR Umsatz / >25% EBIT-Marge) bestätigt wurde. Die große Hoffnung liegt dabei auf der neuen Technologie LIDE, die eine neuartige Verarbeitung von Glas in verschiedensten Anwendungen und Branchen ermöglicht. In diesem Zusammenhang hat Nippon Electric Glas, einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialglas aus Japan, mit denen LPKF im Mai einen Lizenzvertrag abgeschlossen hat, jüngst Ende Juli eine Produktneuheit bekannt gegeben. Demnach habe man das weltweit dünnste Glas als Deckglas für faltbare Displays entwickelt, welches aktuell vom 03.08. – 07.08.2020 auf der virtuellen SID Display Week vorgestellt werde.

 

Im Rahmen der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen habe ich meine Schätzungen für Umsatz und EBIT überarbeitet und nach unten angepasst, da zugleich die Erholung im zweiten Halbjahr nicht so schnell erfolgen dürfte wie zunächst erwartet. Daher habe ich meine Umsatzschätzungen auf 110,50mEUR (-21,1% / alt: 130,00mEUR) reduziert und für das EBIT von 14,06mEUR auf 9,44mEUR gesenkt. Im kommenden Jahr erwarte ich mit 143,65mEUR eine deutliche Erholung leicht über das Umsatzniveau von 2019 (140,03mEUR) bei einem EBIT von 20,85mEUR und einer EBIT-Marge von 14,5%, welche unter anderem von der verbesserten Kostenstruktur profitieren sollte. Bis 2024 sieht mein DCF-Modell mit einem Umsatz von 248,23mEUR weiterhin einen deutlichen Abschlag zu den kommunizierten Zielen vor, um eine gewisse Vorsicht aufgrund des starken Umsatzanstiegs (cagr 2019-2024: 20,8%) zu berücksichtigen. Mein Kursziel reduziert sich durch die in der kurzen Sicht reduzierten Umsatz- und Ergebnisschätzungen von zuletzt 39,00€ auf nun 38,00€. Würde der Vorstand dagegen die Ziele bis 2024 erreichen, würde das Kursziel auf mindestens 48,00€ steigen.

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