Value- + Bollinger-Analyse (GER)

Bastian Brach

Performance

  • +70,0 %
    seit 09.09.2015
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
    ;
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Handelsidee

In diesem Wikifolio soll ausschließlich in deutsche Unternehmen (ausschließlich Aktien), vorwiegend aus MDAX und SDAX, investiert werden.

Es soll ein Stockpickingansatz verwendet werden, bei dem die Unternehmen nach verschiedenen fundamentalen Kriterien (beispielsweise sehr gute Marktposition, konstantes Umsatz-/ Gewinnwachstum, geringes KGV, hohe Eigenkapitalquote, gute Zukunftsaussichten) bewertet werden. Falls das Unternehmen meiner Meinung nach als günstige Kaufoption in Frage käme, soll zusätzlich eine technische Analyse mithilfe von mittelfristigen Trendlinien und einer Bewertung mit Hilfe der Bollinger-Bänder erfolgen.

Auf Grund der hohen Anforderungen an die entsprechende Aktie soll angestrebt werden, dass das Wikifolio circa 2-8 Aktien beinhaltet, welche in regelmäßigen Zwischenfazits überprüft werden sollen.

Die Haltedauer sollte sich der aktuellen Martphase anpassen, soll insgesamt jedoch eher kurzfristig sein.

Verkäufe sollen bei einer Veränderung der fundamentalen Ausgangslage des Unternehmens getätigt werden. Ebenso soll eine fortlaufende technische Analyse mit Hilfe von Bollinger-Bändern, Trendlinien und Widerstandszonen fortlaufend durchgeführt werden.

Als Informationsquelle für Unternehmensnachrichten soll Reuters genützt werden.
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Stammdaten
Symbol
WF00BB1910
Erstellungsdatum
09.09.2015
Indexstand
High Watermark
170,1

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Bastian Brach
Mitglied seit 09.09.2015
Seit meinem 16. Lebensjahr interessiere ich mich für die Börse, intensiviert wurde dies seitdem ich 17 Jahre alt bin, unter anderem durch die Aufnahme meines Wirtschafts-Studiums mit Lehrveranstaltungen zu Investition + Finanzierung, wo zum Teil grundsätzliches Börsenwissen (bsp. die Portfolio-Theorie) vermittelt wird. Ein eigenständiges Portfolio habe ich seit Juni 2015 (damals noch ausschließlich durch Fundamentalanalyse, keine Charttechnik). Die Chartanalyse nimmt jetzt jedoch ebenso einen Teil meiner Strategie ein, da ich damit versuche einen möglichst guten Einstiegspunkt zu finden. Die Fundamentalanalyse dient zum Finden guter Aktien, die technische Analyse wird verwendet um Ein-/Ausstige zu timen. Das Bewerten einer Aktie bei mir umfasst einen Zeitaufwand von circa 2 Stunden, während das Verwalten vorhandener Positionen einen täglichen Zeitaufwand von ungefähr 1 Stunde benötigt. Durch mein Praktikum bei einer der führenden deutschen Banken war ich bereits sehr nah am Marktgeschehen und erlebte wöchentlich Analysten-Calls und exklusive Einblicke in Fondspräsentation der angesehenen Gesellschaften (Flossbach, Fidelity, Allianz, ...). Xing-Profil (zur Kontaktaufnahme etc.): https://www.xing.com/profile/Bastian_Brach Disclaimer: Es besteht die Möglichkeit, dass in meinen wikifolios Wertpapiere gehandelt werden, die ich Privat ebenfalls halte.

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Kommentar zu HELLOFRESH SE INH O.N.

Hellofresh - Kurzupdate

Hellofresh überraschte heute mit sehr guten Q4 Zahlen. Mit einem Umsatzwachstum von 42% und einer AEBITDA-Marge von -3% zeigt Hellofresh weiter sehr hohes Wachstum bei einem nahezu profitablen Geschäft. Das internationale Segment hat den Break-Even bereits geschafft, in den USA wird das 2019 der Fall sein. Zudem ist Hellofresh nun weltweiter Marktführer mit Marktanteilen von 40% in den USA und mehr als 70% im internationalen Segment.

Der Break-Even auf Konzernbasis wird in Q1 2019 noch nicht erreicht werden, da hier besonders viel in Marketing investiert wird, doch schon Q2 oder spätestens Q3 wird dieses Ziel erreicht. Die Wachstumsraten sollten hierbei weiterhin bei mehr als 20% liegen und somit die 1,5 Mrd. € Umsatzmarke deutlich geknackt werden.

Deswegen bin ich davon überzeugt, dass in naher Zukunft der Ausgabepreis der Aktien (10,25€) und bei sehr guter Entwicklung sogar das Hoch aus 2018 (15€) wieder erreicht werden dürfte.

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Allgemeiner Kommentar

Jahresendfazit 2018:

Rendite Wikifolio: -17,1%; Rendite DAX: -18,3%

Das Jahr 2018 verlief deutlich schlechter als die vorigen drei Jahre. Politische Krisen und eine Abschwächung der Weltwirtschaft führten zu deutlichen Kursverlusten bei nahezu allen Unternehmen und Branchen, da ist es auch nur ein geringer Trost, dass das Wikifolio nun in jedem Jahr der vier Jahre seit Erstellung den DAX geschlagen hat, diemal mit gerade mal 1,2 Prozentpunkten (zum Vergleich: 2017: +29% Outperformance; 2016: +8% Outperformance; 2015: +10% Outperformance). Die Performance ist ernüchternd und alles andere als zufriedenstellend. Trotzdem kann man feststellen, dass die Unternehmen im Wikifolio allesamt ihre Jahresziele erreichen werden und nicht wie ein Großteil der weiteren deutschen Unternehmen Gewinnwarnungen veröffentlichen mussten. Nachfolgend gehe ich auf die Einzelwerte genauer ein.

Vonovia:

2018 war ein weiteres hervorragendes Jahr für Vonovia mit Mietsteigerungen von 4,5%, einem gesteigerten operativen Gewinn von mehr als 2€/Aktie und einem bereinigten Net Asset Value von ca. 45€/Aktie. Angesichts von einem Kurs von nichtmal 40€ und weiterhin sehr guten Bedingungen für Immobilienunternehmen sehe ich hier auch in den nächsten Jahren noch sehr gute Renditen bei gleichzeitig überschaubaren Risiken.

Lufthansa:

Für die Lufthansa war es ein Jahr der Konsolidierung, die Air Berlin-Teile mussten (nicht gerade reibungslos) integriert werden und die Ölpreise erreichten Mehrjahresrekorde. Nichtsdestotrotz wird in 2018 ein Gewinn nahezu auf Rekordniveau bei ca. 2 Mrd. € stehen, zudem ist das Eigenkapital auf über 11 Mrd. € gestiegen. Bei einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 9,3 Mrd. € sind das eigentlich unglaublich niedrige Werte für ein profitables Unternehmen, das Eigenkapital wurde seit 2012 nicht mehr so weit von der Marktkapitalisierung unterschritten und dass bei deutlich gestiegener Profitabilität. Sollten sich die Märkte wieder beruhigen und auf die fundamentalen Daten schauen, dann rechne ich mit einer deutlichen Steigerung des Kurses.

Rocket Internet:

Ein eher durchwachsenes Jahr für Rocket Internet. Nachdem man in 2017 und 2018 nun vier Unternehmen an die Börse bringen konnte (Delivery Hero, Hellofresh, Home24, Westwing) und dadurch unter Beweis gestellt hat, dass die Investition in Start-Ups bis zum Börsengang weiterhin erfolgreich ist, war vor allem das zweite Halbjahr 2018 von deutlichen Kursverlusten im E-Commerce- und Technologie-Sektor verbunden, dem sich auch die Portfoliounternehmen von Rocket nicht entziehen konnten. Dadurch litt auch der Kurs von Rocket deutlich, ich bin allerdings überzeugt, dass die Strategie weiter erfolgreich ist und auch in Zukunft Unternehmen von Rocket erfolgreich an die Börse streben (bsp. Jumia, Global Fashion Group in 2019/20). Mit einem Eigenkapital von über 4 Mrd. € und damit mehr als 30% über der aktuellen Marktkapitalisierung weist die Aktie aktuell einen meiner Einschätzung nach deutlich zu hohen Abschlag aus, zumal sich weiterhin stille Reserven in der Bilanz finden, die das Eigenkapital weiter erhöhen werden. Genauer werde ich darauf auch mit der Veröffentlichung des 2018er Geschäftsbericht eingehen zudem verweise ich hier auf meinen Kommentar von 23.07.18 über Rocket. Mittelfristig gehe ich wieder davon aus, dass Rocket mit ca. 10% unter dem Eigenkapital gehandelt wird und somit einiges an Aufholpotential besteht.

Hellofresh:

Selten habe ich bei einer Aktie gesehen, dass Kursentwicklung und operative Geschäftsentwicklung so weit auseinander liegen. In 2018 wurden nahezu sämtliche Prognosen übertroffen, zweimal erfolgte eine Anhebung der Wachstumsprognose, einzig der Zeitpunkt des ersten Gewinns wurde ein halbes Jahr nach hinten verschoben, um weitere Produkte und Services einzuführen. In den USA hat Hellofresh den Konkurrenten deutlich verdrängt und wird in 2019 wohl ca. den doppelten Umsatz in den USA generieren wie Blue Apron, welche aufpassen müssen, dass sie nicht in die Insolvenz rutschen. Auch in allen anderen Ländern ist Hellofresh Marktführer (teilweise mit 80% Marktanteil) und wächst dieses Jahr mit ca. 40% im Vergleich zu 2018. Im neuen Jahr wird sich das Wachstum wohl abschwächen, jedoch sollten die Raten weiter >20% liegen und auch die Profitabilität soll zumindest auf Quartalsbasis erreicht werden. Sollte dies gelingen, dann sollte sich auch der Kurs wieder deutlich erholen.

Aumann:

In 2017 noch mit sensationellem IPO und anschließender Kursentwicklung, in 2018 nun gefallener Engel. Aumann wird aktuell so gut wie keine Beachtung geschenkt, obwohl das Unternehmen von dem Umstieg auf die E-Mobilität profitieren wird. Es gab bereits Ende des letzten Jahres Probleme in der Fertigung und diese wurden ins Jahr 2018 geschleppt, dennoch arbeitet Aumann profitabel und mit relativ hohen Wachstumsraten. Hier wird wichtig sein, dass die Produktion sich normalisiert und die Fehler in der Kapazitätsplanung deutlich verringert werden. Dennoch bin ich hier aktuell eher vorsichtig und werde erstmal abwarten.

Ausblick:

Ich halte das Wikifolio für 2019 gut aufgestellt, die drei "soliden" Werte Vonovia, Lufthansa, Rocket Internet (welche deutlich unterhalb des Eigenkapitals notieren) als Basis und Hellofresh und evtl. Aumann als Wachstumsaktien, die besonderns stark in 2018 gelitten haben. Die Cashquote von knapp 20% werde ich bei einer Erholung der Kurse weiter abbauen, um einen möglichen Kursanstieg auch mitzunehmen. Ziel ist wieder eine Outperformance vom DAX, und in diesem Jahr hoffentlich wieder mit positiven Vorzeichen.

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Kommentar zu HELLOFRESH SE INH O.N.

Q3 Zahlen Hellofresh

Die heute veröffentlichten Q3-Zahlen geben einen ersten Ausblick, wie sich die verschiedenen Innovationen und Expansionen in den letzten Monaten bemerkbar gemacht haben. Zudem fand der Capital Markets Day statt, von dem ich die wichtigsten Ergebnisse und Ausblicke am Ende darstellen werde.

Q3 ist traditionell aufgrund der Sommermonate/Feriensaison ein schwächeres Quartal für Kochboxenhersteller, mit Umsatz- und Kundenstagnation im Vergleich zum zweiten Quartal.

Der Umsatz im US-Segment schrumpfte von 189 Mio. (Q2 2018) auf 170 Mio. (Q3 2018), etwas stärker als die sonstigen rund 5% in den Vorjahren. Hier machen sich zum Teil die angekündigten Preissenkungen bemerkbar, welche die Marktanteile weiter erhöhen sollen. Auf Jahressicht erhöht sich der Umsatz jedoch weiterhin mit mehr als 30% YOY. Der durchschnittliche Preis pro Box sank von 54€ auf 49€. Die EBITDA-Marge sank deutlich von -0,2% in Q2 auf -10,7% in Q3, hier machen sich neben den Preissenkungen auch weitere Initiativen wie die Übernahme von Green Chef und die Einführung der preiswerten Marke Everyplate und dem neuen Service GoReadyMade bemerkbar. Die negativen Effekte hieraus sollen jedoch schon in 2019 wieder ausgeglichen worden sein und die Marge nicht weiter belasten.

Im internationalen Segment stieg der Umsatz leicht von 131 Mio. (Q2 2018) auf 133 Mio., auch der durchschnittlicher Preis pro Box stieg leicht an. Hier gab es im Gegensatz zur USA keine substanziellen Preissenkungen. Die EBITDA-Marge war im zweiten Quartal in Folge positiv mit 1,4% und soll sowohl im Gesamtjahr 2018 als auch 2019 positiv bleiben. Der Umsatz steigt weiterhin mit über 50% YOY und soll durch neue Märkte (Neuseeland, Frankreich,...) weiter erhöht werden.

 

Capital Markets Day

Beim Capital Markets Day wurde die Strategie detailliert erläutert. Diese basiert auf 4 Säulen: 1. weitere Erhöhung der Umsätze in bestehenden Märkten; 2. neue Märkte erschließen; 3. höheren Umsatz pro Kunde generieren; 4. Ausbau weiterer Geschäftszweige (HellofreshGO, GoReadyMade, ...).

Das gesamte Marktpotenzial schätz Hellofresh auf 45 Mio. Haushalte weltweit, bei aktuell 1,9 Mio. Kunden, also weiterhin enormes Potential. Zudem ist Hellofresh aktuell Marktführer in allen Märkten (USA, Kanada, UK, DACH, BeNeLux, Australien, Neuseeland) mit 40% Marktanteil in den USA und durchschnittlich 70% Marktanteil in den restlichen Märkten. Je weiter die Märkte fortgeschritten sind, desto höher auch die Marge wie im Beispiel von den Märkten DACH, Australien und UK gezeigt wird. Bei einem Wachstum von immernoch ca. 30% beträgt die EBITDA-Marge 2018 bereits 4,5% im Vergleich zu -9,1% in 2016.

 

In 2021 soll die EBITDA-Marge von Hellofresh auf 10% gestiegen sein, das durchschnittliche Wachstum würde ich auf ca. 25% schätzen und damit für 2021 einen Umsatz von 2,5 Mrd. € und 250 Mio. € EBITDA. Im Vergleich dazu scheint die Bewertung von 1,7 Mrd. € sehr konservativ und ich halte weiterhin den Anteil. Trotzdem habe ich heute morgen einen kleinen Teil verkauft, da mich die US-Zahlen leicht enttäuscht haben und ich hier erst auf die weitere Entwicklung von Umsatz und Marge schaue.

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Kommentar zu LUFTHANSA AG VNA O.N.

Q3-Zahlen Lufthansa

Heute morgen wurden die Zahlen für das 3. Quartal veröffentlicht und meine Prognose von 1,4 Mrd. adj. EBIT wurde fast genau getroffen (1,354 Mrd. €) und die Prognose wurde beibehalten, im Gegensatz zu vielen anderen DAX-Konzernen. Trotzdem wird die Aktie heute massiv verkauft, was nach Quartalszahlen in der Vergangenheit jedoch schon mehrmals der Fall war. Vor allem der Ausblick für 2019 wird kritisch gesehen, daher versuche ich nun wieder eine Prognose zu erstellen. Ausgehend von einem adj. EBIT in 2018 von 2,7 Mrd. € rechne ich wieder die relevanten Kosten- und Erlösfaktoren durch. 2019 werden die Kerosinkosten bei einem aktuellen Ölpreis von 75$ um rund 800 Mio. € steigen (Lufthansa-Prognose von 900 Mio. € Kostensteigerung geht von 80$ aus), jedoch werden die restlichen Durchschnittskosten um rund 1,5% sinken, was zu 400 Mio. € EBIT-Steigerung führen würde.

Zudem sieht die aktuelle Prognose für die Durchschnittserlöse sehr positiv aus, sowohl von dem Branchenverband IATA als auch von den Aussichten der weiteren europäischen und amerikanischen Airlines. Auch diese haben bereits angekündigt die Kapazitäten nicht so stark auszubauen wie bisher gedacht, was den Erlösen aller Airlines helfen sollte. Zudem könnte es zu weiteren Pleiten kommen, welche die Konsolidierung weiter vorantreiben. Bei den Erlösen rechne ich ebenfalls mit mindestens 1% Steigerung, dies würde zu ca. 300 Mio. EBIT-Steigerung führen. Die restlichen Konzerngesellschaften (Cargo, Technik, Catering) sollten ihr EBIT ungefähr halten können, evtl. könnte sich dieses jedoch auch leicht verschlechtern.

Zudem sollten die Integrationskosten der Air-Berlin-Flotte in Lufthansa in Höhe von 200 Mio. € in 2019 wegfallen. Insgesamt sollte das EBIT in 2019 demnach ungefähr auf dem Niveau von 2018, also rund 2,8 Mrd. € adj. EBIT, bleiben. Dies entspricht bei einer Marktkapitalisierung von gerade mal 8 Mrd. € einem EBIT-Multiple von nichtmal 3 und einem KGV von weniger als 4. Zudem beträgt das Eigenkapital nach Q3 2018 schon über 11 Mrd. € (ca. 38% über der Marktkapitalisierung).

Die geringe Bewertung spricht also weiterhin für die Lufthansa, trotzdem werde ich die Position nicht ausbauen, da der Depotanteil bereits hoch genug ist.

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