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Aktien Frankfurt Ausblick: Hohe Ölpreise machen Dax zu schaffen

30.04.2026

08:16

FRANKFURT

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt wird am Donnerstag aufgrund weiter steigender Ölpreise mit schwacher Tendenz erwartet. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 1,2 Prozent auf 23.666 Punkte.
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Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kletterte um bis zu sieben Prozent auf 126,41 US-Dollar. Dies ist der höchste Stand seit dem Jahr 2022. Angesichts der daraus folgenden Inflationsrisiken werden mögliche Zinserhöhungen nun stärker in den Überlegungen der Marktteilnehmer berücksichtigt.
Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Die Inflation wird aber auch in den USA ein immer brisanteres Thema. An diesem Donnerstag steht am Nachmittag die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda. Ökonomen erwarten, dass auch die EZB die Leitzinsen vorerst nicht ändern wird und zunächst die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs abwarten dürfte.
In der Berichtssaison steht für die Anleger ein heißer Tag an. Aus dem Dax berichten der Chemiekonzern BASF, der Logistiker DHL Group, der Triebwerkshersteller MTU sowie der Autobauer Volkswagen. Viele Bilanzen aus der zweiten und dritten Reihe sowie von Unternehmen aus anderen europäischen Ländern kommen hinzu.
Am Abend nach dem Börsenschluss in New York öffnet mit dem iPhone-Produzenten Apple (Im Portfolio von Thomas Fürst +1.540,8 %) ein weiteres Unternehmen aus der Gruppe der Glorreichen Sieben die Bücher. Am Vortag hatten bereits Alphabet (Im Portfolio von Christoph Gum +191,2 %), Amazon (Im Portfolio von Christian Jagd +725,3 %), Meta (Im Portfolio von Christoph Scheuch +96,1 %) und Microsoft (Im Portfolio von Richard Dobetsberger +1.724,6 %) Quartalszahlen veröffentlicht und teils mit erneuten Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz die Anleger irritiert.
Bei der DHL Group stieg der operative Gewinn (Ebit) im ersten Quartal stärker als erwartet. Die freien Barmittelzuflüsse vor Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen fielen ebenfalls deutlich besser als prognostiziert aus. Derweil sank der Umsatz etwas stärker als geschätzt. Die Jahresziele bestätigte der Logistikkonzern. Für die Aktien ging es vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zuletzt 0,8 Prozent aufwärts.
Der Chemiekonzern BASF bekam auch im ersten Quartal den Wettbewerbsdruck zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging um knapp sechs Prozent zurück. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent. Dies hängt mit Dividendenzahlungen von der Beteiligung von Wintershall Dea zusammen. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand. Die Aktien fielen auf Tradegate um 3,5 Prozent.
Der VW-Konzern geriet im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld und wegen Kosten für die US-Einfuhrzölle bei der Profitabilität weiter unter Druck. Die operative Marge lag bei 3,3 Prozent, rund 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Analysten hatten im Schnitt mit 3,7 Prozent gerechnet. Das operative Ergebnis ging insgesamt um gut 14 Prozent zurück, der Umsatz sank um 2,5 Prozent. Die VW-Vorzugsaktie gewann auf Tradegate 1,4 Prozent.
Der Gabelstaplerhersteller Kion verzeichnete im ersten Quartal eine überraschend hohe Nachfrage. So stieg der Auftragseingang im ersten Quartal im Jahresvergleich um über 10 Prozent. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten durchschnittlich weniger erwartet. Auch die freien Barmittelzuflüsse überraschten positiv. Die übrigen Kennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Für die Kion-Titel ging es auf Tradegate um 6,3 Prozent nach oben.
Die Aktien von Gea, Hochtief (Im Portfolio von Maximilian König +324,1 %), Munich Re, Rational und RTL werden am Donnerstag mit Dividendenabschlägen gehandelt.

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