Systematische Trendfolge

Dieter Bender

Performance

  • +16.4 %
    since 2012-11-23
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
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Trading Idea

Systematic trend monitoring is more a craft than an art. Not own opinions, expectations, hopes or desires are traded, but real facts resulting from market price developments.

The use of a disciplined and time-tested trend monitoring strategy leads to returns that are substantially higher than long-only investments. I consider naming target returns in trend monitoring systems as dubious, since market conditions determine a large proportion of the performance opportunities.

Trend monitoring models are no replacement for time deposits and no “safe” investment for widows, orphans and grandchildren. There are often drawdowns at the beginning and end of trends because the risk of false signals increases at these points. The same applies to phases without a trend. The aim is to limit losses to 5% of the portfolio value.

For years, this trend monitoring strategy has complemented a long-only portfolio that is diversified according to asset classes as a hedging and leverage strategy.

This wikifolio primarily addresses stock markets via index ETFs on the long and short side and only in special situations also complementary positions in interest rate or commodity ETFs.

The trend monitoring model is long-term oriented and has many asset classes with hit rates aboce 60%. The average holding period of the positions is between two and four weeks depending on the market situation.

I have invested my own money in this wikifolio. show more
This is a non-binding translation of wikifolio.com.
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Master data
Symbol
WF000HGTF1
Date created
2012-11-23
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121.4

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Investment Universe

Trader

Dieter Bender
Registered since 2012-11-18

Decision making

  • Technical analysis

Comments

Comment on DB X-TR DAX X2

Sell in May and go away? Immerhin ist mit dem April ein weiterer Monat mit fetten Kursgewinnen beendet worden und so kann man sich schon fragen, ob man nicht besser ein paar Gewinne mitnimmt. Die altbekannte Börsenregel besagt, vor den schwachen Börsenmonaten im Sommer sollten Anleger ihre Aktien unbedingt verkaufen. In dieser Zeit fehlten ohnehin die marktbewegenden Impulse, bestände aber das Risiko, dass angesichts saisonal schwacher Umsätze schon kleinste negative Nachrichten zu Lasten der Aktienkurse aufgebauscht werden. Erst ab September, wenn alle Börsianer aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, sollten erneut Aktienbestände für die Jahresendrallye aufgebaut werden.

So weit, so gut. Doch stimmt das alles überhaupt? Bezogen auf den DAX lag die Weisheit in den letzten 30 Jahren 17 mal richtig und 13 mal falsch. Ein Handelssystem mit 56% Trefferquote also. Nicht komplett daneben, aber auch kein Must-Follow. 

In der guten alten Börsenzeit, als Kapitalmärkte noch anders tickten, Handelszeiten eng begrenzt waren und die Politik sich kaum ins Börsengeschehen einmischte, hatte diese Börsenregel durchaus ihre Berechtigung.  

Heute jedoch handelt man zeitlich fast unbegrenzt und von überall. Viele Marktteilnehmer wie z.B. Hedge-Fonds haben sowieso keine Anlagestrategie, die sich an Saisonmustern orientiert. Ihre Strategie ist Geld verdienen, egal wie und wann.   

Daneben hat sich die Anzahl der Akteure auf dem Börsenspielfeld erhöht. Früher gab es nur Amerika und Europa mit ein bisschen Einfluss aus Japan. Mittlerweile aber spielen Schwellenländer wie China aktiv mit. Sie sind weltwirtschafts- und -finanzpolitisch systemrelevant. Sie machen ihr Ding und stören sich wenig an westlichen Saisonalitätsregeln.

Ohnehin hat die Politik längst die Rolle eines wichtigen Kursmachers übernommen. Egal, ob Brexit, Handelskrieg, Eurosklerose oder die Rettung von Euro-Ländern, Politik bietet großes Börsen-Kino an 365 Tagen. Gerade auch für diesen Sommer sind mit dem möglichen China-USA Handelsabkommen , der Brexit-Lösung und den Europawahlen wichtige Einflüsse zu erwarten.

Statt auf Sommerflaute am Strand zu setzen, glaube ich in diesem Jahr daran, daß wir durchaus relevante Marktbewegungen sehen können, und das nicht allein auf der Baisse-Seite.

Fundamental ist vor allem auf der Zinsseite mit der Rückkehr der FED-Tauben eine deutliche Änderung der Erwartungen eingetreten. Von weiteren Zinserhöhungen, die letztes Jahr noch gesetzt schienen, spricht auch in USA so gut wie niemand mehr. In Europa ist die Liquiditätsversorgung weiter extrem hoch, Sparen bleibt ein masochistischer Akt der Geldvernichtung. Mit zunehmend unerschwinglichen Immobilienpreisen bleibt der Aktienmarkt für viele Europäer die einzige Möglichkeit sinnvoller Geldanlage. Wenn sich die Konjunkturdaten aufhellen, sollten gerade die relativ günstigen EU-Märkte Aufwärtspotential realisieren.

Wie positioniere ich mich im wikifolio? Auch im letzten Monat habe ich auf der Longseite zu wenig investiert. Kleinere Gewinne in der Wirecard-Aktie reichen nicht aus, die Wertentwicklung entscheidend zu verbessern. Charttechnik schlägt auch in diesem Jahr klar die fundamentale Betrachtungsweise, die im ganzen ersten Quartal 2019 zur Vorsicht raten ließ. Künftig werde ich der Charttechnik Vorrang einräumen.

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Comment

Im März erlebten die Märkte weiter Kursavancen. Und dies obwohl die globale Konjunktur mehr als angezählt ist. Schlechte Konjunkturdaten belasten eigentlich die Stimmung.Denn trotz ergriffener Stimulierungsmaßnahmen bleibt die Industrie in China schwach und in den USA spricht man sogar von Rezession. In Deutschland sprach man sogar schon vom Absturz der Wirtschaft.

Schlechte Stimmung heißt zwar noch nicht schlechte Lage. Aber je länger die Politik die Stimmung in der Wirtschaft drückt, umso wahrscheinlicher werden tatsächliche Investitions- und Konsumzurückhaltung und Kollateralschäden für die Aktienmärkte. Doch wenn man denkt, es geht fundamental nicht mehr, kommt von irgendwo die frische Liquidität her. 

Und wieder ist die FED, die mit ihren 180 Grad-Wende einen neuen Zyklus der immerwährenden Geldschwemme eingeleitet hat. Das Gespenst der insversen Zinskurve wurde zuletzt als Frühindikator für die Rezession allenthalben thematisiert. Sie war auch von der Fed induziert, indem sie das Ende des Abbaus der Liquiditätsausstattung ab Oktober verkündete. Damit wollte sie angesichts der Überschuldung Amerikas grundsätzlich der Verteuerung der Kreditzinsen entgegenwirken.

Sicherlich nimmt die Fed die konjunkturpsychologische Negativwirkung einer inversen Zinsstrukturkurve ernst. Da sie grundsätzlich als Rezessions-Frühwarnsystem gilt, könnten die Wirtschaftsteilnehmer sich auf einen Abschwung einstellen und präventiv Konsum- und Investitionszurückhaltung betreiben.  

Daher arbeitet die Fed an einer wieder steileren Zinskurve. Die Wirkung der im Herbst beschlossenen geldpolitischen Straffungsmaßnahmen hat die Fed offensichtlich negativ überrascht. In Europa ist sowieso dauerhaft kein Ende der Geldschwemme zu erwarten. Im Gegenteil werden die Reflationsinstrumente neu ausgepackt und sogar neue Zwangsmaßnahmen (Steuer auf Bargeld) diskutiert. Zinssparen im EURO ist damit (für immer?) tot.

So bleiben die globalen Aktienmärkte trotz weiter schwelender ungelöster Konflikte wie Brexit, US-Handelsstreit mit China, EU-Probleme mit Italien etc. attraktiv. Die Marktteilnehmer haben wohl die Hoffnung, das die Vernunft siegt und akzetable Kompromisse letztlich abgesegnet werden.

Im wikifolio habe ich lange aus fundamentalen Gründen keine Long-Positionen gefahren, was sich als Fehler herausgestellt hat. Besser waren Investoren, die rein chartbasiert steigende Märkte gekauft haben. 

 

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Comment on DB X.TR. S&P 500 2X

Seltsames tat sich im Februar an den Weltmärkten. Obwohl die weltweiten Krisenherde Brexit ,Iran, Italien etc. kaum Lösungsansätze zeigten, gingen die Aktiennotierungen beinah im Gleichklang nach oben. Zwar gab es im Handelstreit zwischen den USA und China erste Lösungsansätze, in trockenen Tüchern ist aber bis heute nichts. Auch bei den Fundamentaldaten der Konjunktur gab es zuletzt eigentlich nur schlechte Meldungen, weltweit werden die Wachstumsprognosen heruntergenommen.

Allerdings haben die taubenhaften angstgetriebenen Äußerungen der FED im Januar wohl durchschlagende Wirkung erzielt. Auf einmal sind weitere Zinsschritte nach oben nur noch entfernte Möglichkeiten. Damit tritt auch Amerika wieder in das Rennen um die meiste Überliquidität ein. 

Zum besseren Export brauchen die USA jetzt einen schwachen Dollar. Die jahrzehntelange Strong Dollar-Politik von Nixon, Reagan oder Bush Senior ist Geschichte. Mit seinem Zitat „The strong Dollar is killing us“ hat Präsident Trump die neue amerikanische Dollar-Zeitrechnung plastisch eingeläutet. „America First“ gilt heute auch beim Export, ein Ziel, das auch über einen Währungsabwertungskrieg erreicht werden soll.

Nur leider für Trump ist die globale Währungsabwertung auch bei den Konkurrenten EURO, Yen und Yuan oberste Zielstrategie. Alle überschwemmen ihre Volkswirtschaften mit billigem Geld, um dem immer häufiger an die Wand gemalten Schreckenszenario Rezession zu entkommen. So beginnt ein neuer Abwertungswettlauf, wobei niemand sich um "veraltete" Dinge wie Geldwertstabilität , Sparerbelange oder ähnliches kümmert. Wenn alle ihre Währungen schwächen, wird am Ende keine Währung wirklich schwach sein können. Wechselkurse werden ja immer X gegen Y gerechnet. Der Kampf um die schwächste Währung ist also nicht zu gewinnen. Dennoch versuchen es alle unbeirrt weiter. Das erklärt auch die seit Jahren fallende Schwankungsbreite von Wechselkursen.

Für den Anleger bedeutet dies nur Eines. Sachwerte schlagen Geldwerte. Einem Meer von Geld stehen endliche Sachwerte gegenüber. Die Asset-Price Inflation wird also unbeirrt weitergehen. Da Immobilien inzwischen global nur noch selten über 3% rentieren (KGV >33) bleiben globale Aktien (KGV15-17) ungeachtet aller Krisen erste Wahl. 

Damit wird auch die Hausse seit Jahresbeginn ein klein bischen erklärbarer. Technisch orientierte Anleger waren auch hier wieder im Vorteil. Hätten sie ihre fundamentalen Bedenken zur Lage der Weltwirtschaft hintenangestellt und Anfang Januar massiv gekauft, wäre eine Zwei-Monats-Performance von über 10% zuerzeilen gewesen.

Ich bin im wikifolio im S&P500 mit ener 50%-Position investiert (leider to little to late)

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Comment on DB X-TR SHORT DAX X2

Das Jahr 2019 begann nach dem erschreckend schwachen Dezember 2018 mit einer fulminaten Erholung der globalen Aktienmärkte, mit dem in diesem Ausmass angesichts schwacher Fundamentaldaten wohl niemand gerechnet hätte. So machten die Indizes bis Ende Januar fast den gesamten Dezemberverlust wieder wett. Doch bei den Problemen, die die Börsen Ende 2018 so belastet hatten, ist leider noch keinerlei Entspannung in Sicht. 

Weder gibt für die Zoll- und Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China noch für eine auch nur annehmbare Lösung der unsäglichen Brexit-Katastrophe irgendeine erkennbare Lösung, um nur die drängensten Probleme zu benennen. So verwundert es nicht, daß die Erholung Anfang Februar ins Stocken geraten ist. Jetzt haben erste Börsen wieder kleine Verkaufssignale generiert.

Mittlerweile ist die amerikanische FED wieder ins Taubenlager gewechselt. Die Fed zeigt sich vom handelspolitischen Gegenwind für die US- und Weltkonjunktur sowie vom wirtschaftsabschwächenden government shutdown offensichtlich sehr beeindruckt. Dieser ist zwar nach lähmend langen 35 Tagen vorerst beendet worden. Doch droht eine neue Haushaltsschließung ab 15. Februar, wenn die Demokraten Trump nicht sein Lieblingsspielzeug „Mauer zu Mexiko“ gewähren.  

Längst hat sich in den Reihen der Fed der Eindruck verfestigt, dass ihre bislang neun Zinserhöhungen genügend wirtschaftsbremsende Wirkung entfaltet haben, die eine Überhitzung verhindern, aber die Konjunktur bei fortgesetzten Zinsrestriktionen zu sehr abkühlen. Tatsächlich verliert die US-Konjunkturstimmung gemäß des vom Conference Board ermittelten Leading Economic Index weiter an Dynamik. 

Das größte Wirtschaftsrisiko geht vom lähmenden US-chinesischen Handelskonflikt aus. Fatal wäre eine weitere  Runde Zoll-Ping-Pong ab 1. März, die nicht nur dem anderen, sondern auch einem selbst Schaden zufügt. Trump denkt wohl immer noch, er sitze am längeren Hebel, um Peking gefügiger für einen Handels-Deal zu machen.

Dabei hat Trump bei vielen Dingen in Sachen China schlicht Recht. In puncto Daten- und Patentschutz sowie Öffnung seiner Beteiligungsmärkte betreibt China auf dem Weg zu einer gewollten globalen Industrie- und Technologiedominanz eine eindeutige „China First“-Politik. Immerhin trifft sich nächste Woche in Peking erneut eine hochrangige Verhandlungsrunde, um handelspolitische Fortschritte zu erreichen.

Der tatsächliche Abschluss eines Handelsabkommens würde wie eine Bombe einschlagen und die Aktienmärkte der asiatischen Schwellenländer in die Höhe treiben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Und Europa? Selten sah der Kontinent so schwach und zerissen aus. Neben dem Brexit und den ewigen EU-Streitigkeiten deuten sich mit immer schwächeren Handelsdaten und einer Europawahl, die die Herrschenden weiter schwächen wird, neue Probleme an. Deutschland wird dies als größste Volkswirtschaft am deutlichsten treffen. In einem Land, in dem Toiletten für das "dritte" Geschlecht einen höheren Stellenwert genießen als Computer für die Schulen, fällt generell eine postive Zukunftsprognose immer schwerer.

Ich präferiere die Short-Seite (derzeit im Dax) bis Lösungschancen bei Brexit und Handelskriegen greifbar werden.

 

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