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Trading Idea

Systematic trend monitoring is more a craft than an art. Not own opinions, expectations, hopes or desires are traded, but real facts resulting from market price developments.

The use of a disciplined and time-tested trend monitoring strategy leads to returns that are substantially higher than long-only investments. I consider naming target returns in trend monitoring systems as dubious, since market conditions determine a large proportion of the performance opportunities.

Trend monitoring models are no replacement for time deposits and no “safe” investment for widows, orphans and grandchildren. There are often drawdowns at the beginning and end of trends because the risk of false signals increases at these points. The same applies to phases without a trend. The aim is to limit losses to 5% of the portfolio value.

For years, this trend monitoring strategy has complemented a long-only portfolio that is diversified according to asset classes as a hedging and leverage strategy.

This wikifolio primarily addresses stock markets via index ETFs on the long and short side and only in special situations also complementary positions in interest rate or commodity ETFs.

The trend monitoring model is long-term oriented and has many asset classes with hit rates aboce 60%. The average holding period of the positions is between two and four weeks depending on the market situation.

I have invested my own money in this wikifolio. show more
This is a non-binding translation of wikifolio.com.
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Master data
Symbol
WF000HGTF1
Date created
2012-11-23
Index level
High watermark
128.7

Rules

wikifolio labels

Investment Universe

Trader

Dieter Bender
Registered since 2012-11-18

Decision making

  • Technical analysis

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Nur ein Monat ist seit dem letzten Kommentar vergangen, aber die Anlagewelt ist eine komplett andere. Massive Kursstürze in kürzester Zeit rund um den Globus und der nahezu komplette Lockdown der Wirtschaft in den Industriestaaten haben eine völlig neue Wirtschaftswelt geschaffen.Um der viralen Rezession entgegenzuwirken, werden massive Rettungsschirme für Unternehmen und Arbeitnehmer aufgespannt. Diese können fehlende Umsätze und Konsum aber nur zeitweise ersetzen. Um einer Deflationierung mit vielen Pleiten und Arbeitslosen vorzubeugen, sind Exit-Strategien vom Shutdown dringend zu überlegen oder die Staaten müssen die Zeit des Lockdowns mit "Helikoptergeld" überbrücken. Aktuell schwanken Aktienanleger nach kurzer Erholungsphase zwischen der Hoffnung auf Wirtschaftserholung und der Angst vor einer zweiten verheerenden Verkaufswelle.  

Die ISM Indizes in den Industriestaaten zeigen ein verheerendes Bild: Die Industriestimmung ist auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise gefallen. Einbrüche bei Auftragseingängen werden folgen. Ohnehin sind viele Millionen von Ausgangssperren betroffen und arbeitslose Konsumenten halten ihr Geld zurück. Gemessen an den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe haben allein in der letzten Woche 6,6 Millionen Amerikaner ihren Job verloren. Für den Gesamtmonat März summiert sich diese Zahl auf über 10 Millionen. 2008/2009 haben im Vergleich zur jetzigen Situation schon nur schwach gestiegene Arbeitslosenzahlen zu einer massiven Stimmungsverschlechterung des Konsums geführt, der die wesentliche Säule der amerikanischen Wirtschaft ist.  Vertreter der US-Notenbank haben schon signalisiert, dass ihre Mittel zur Finanzierung der amerikanischen Wirtschaft nicht ausgeschöpft sind. Daneben übernimmt die Fed große Verantwortung für die Emerging Markets und damit aufgrund ihrer wachsenden Bedeutung auch für die Weltwirtschaft. Deren Konjunktursorgen machen sich in einem noch deutlicheren Aktienkursverfall als in den Industrieländern bemerkbar.

In der Euro-Zone stehen die Dinge nicht besser. Enorme Summen werden notwenig sein, um die besonders getroffenen Italien, Spanien und Frankreich zu stabilieren. Die Forderung nach gemeinsamen Corona-Bonds ist letztlich obsolet, da über die massiven Geldschöpfungsaktionen der EZB längst die individuelle Haftung der Euroländer konterkariert wird.

Der Außenwert des Euros zeigt gegenüber den Hauptwährungen bereits bedenkliche Schwäche. So wird die Zukunft des Euro mit dieser neuen Krise noch ein Stück weit unsicherer. Crashpropheten haben natürlich jetzt Oberwasser und prognostizieren lustig Deflation und Inflation gleichzeitig zusammen mit dem Untergang des Abendlandes. Hoffen wir, das sie wie in 98% aller Zeiträume weiter Unrecht haben.

In China, dem Ursprungsland dieses Übels, sind Industrie und  Dienstleistungsgewerbe von ihren jeweiligen Rekordtiefs zu einer V-förmigen Sentimentaufhellung wieder in Expansion anzeigendes Terrain gekommen. Ein Hoffnungsschimmer, mehr nicht, da China die "Erholung" als Staatsbefehl verordnet hat.

Und wie gehts weiter ?

Die Dividendensaison ist zwar auch in diesem Jahr attraktiv. Doch drohen Verzögerungen wegen der Verschiebung von Hauptversammlungen und Streichungen bzw. Kürzungen. Hiervon sind aus Gründen der Finanzstabilität insbesondere Öl- und Reiseunternehmen, Banken und Fluglinien betroffen. Sicher werden auch andere Unternehmen die „Gunst der Stunde“ nutzen und weniger ausschüttungsfreundlich sein.Hinzu kommen Aussetzungen von Aktienrückkaufprogrammen.  

Je mehr buchstäblich „harte“ Konjunkturdaten wie die Arbeitslosenzahlen veröffentlicht werden, umso mehr offenbart sich die fatale Wirtschaftslage. Nach dem schlechtesten Quartal seit der Finanzkrise 2008 sind die Aktienanleger aber offenbar auf das wirtschaftlich Schlimmste vorbereitet. Auch werden die Maßnahmen der Geld- und Finanzpolitik gewürdigt, die nach der Virus-Krise für Aufschwung sorgen sollen. Allerdings kann niemand den Zeitpunkt hierfür benennen, was Unsicherheit, Volatilität und Angst vor einer zweiten Verkaufswelle zunächst auf hohem Niveau hält.  

Für Trader ist ein Umfeld mit Volatilitäten im VIX von 70 eigentlich gar nicht handelbar. Die Tagesschwankung eines Minifuture beträgt mal eben 10 bis 15 tausend Euro oder Dollar. Dazu kommen Schwankungen in einer Geschwindigkeit, die nur Automaten handeln können. 

Ich hatte im wikifolio eine kleinere Dax Short-Position, die zunächst für ordentliche Zuwächse sorgte. Leider verschwanden diese in der Erholung wieder. Meinen Respekt den "Helden im Internet", die entweder nur Short waren oder nur Aktien besaßen, die kaum fielen. Immerhin spannende Zeiten. 

Meine Erwartung ist ein weiterer Down-Lag im April, der den Dax bis 8200 Punkte und den S&P bis 2100 Punkte fallen lässt. Schaun wir mal.

 

 

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Im letzten Kommentar war Corona nur ein Einflussfaktor auf das Börsengeschehen, einen Monat später dominiert das Virus alles. Extreme Unsicherheit hat sich breitgemacht und führte nach anfänglicher Sorglosigkeit zu massiven Börsenverlusten weltweit. Die Bedrohungslage der Pandemie bleibt in ihren Auswirkungen unklar, und gerade das setzt den Börsen massiv zu. Im Zeitalter von Social Media können diffuse Ängste sehr unangenehme Folgen nach sich ziehen, leergeräumte Supermarktregale sind dabei noch die harmlosere Variante.

Die Finanz- und Geldpolitik hat zwar kein direktes Mittel gegen das Corona-Virus. Doch immerhin, um sich den konjunkturellen Folgeschäden entgegenzustellen, werden beide konsequent zusammenarbeiten. Angesichts der bereits vorhandenen Wirtschaftshemmnisse wie geopolitischen Reibereien, Handelsstreitigkeiten, atmosphärischen Störungen im transatlantischen Bündnis und in der EU sowie harten Strukturbrüchen in der (Auto-)Industrie käme ein viraler Abschwung extrem ungelelegen.

Unabhängig finden weltweit massive Aktionen zur Konjunkturstimulierung statt. In China zuerst, dann Japan und in Amerika will einer wiedergewählt werden.  

In Europa werden die Stabilitätsregeln noch weniger Beachtung finden als bislang schon. Neben Italien dürfen auch andere EU-Staaten viel Schuldengeld ausgeben, um soziale Probleme, die im Extremfall auch die Eurozone in ihrer Existenz bedrohen, zu verhindern.   

In Deutschland wird man bei Produktionseinschränkungen großzügig Kurzarbeitergeld gewähren. Ob sogar Steuersenkungen (hört, hört) möglich sind und tatsächlich der Konjunktur zugutekommen sollen, wird die Paniklage in der Regierung entscheiden. Einkommen und damit Konsum sollen aufrechterhalten werden, um einen  wirtschaftlichen Dominoeffekt zu vermeiden. 

Und was macht die Zinswende für die Sparer?

Natürlich nichts- es wird noch schlimmer mit den Minuszinsen. Die fiskalpolitischen Maßnahmen finden auf Seite der Notenbanken ihr passendes Gegenstück. Das Zinspulver der EZB ist zwar verschossen. Doch wird sie sich jeder auch noch so kleinen Finanzkrise entgegenstellen, die man als Zusatzbelastung jetzt überhaupt nicht gebrauchen kann. Sollten also Staatspapiere von Schuldnerländern und Unternehmensanleihen aus Bonitätsgründen bzw. Banken wegen höherer Kreditausfallrisiken in die Bredouille kommen, wird die EZB massiv eingreifen.   

Nicht zuletzt wissen die Notenbanken, dass jede Störung an den Finanzmärkten die bereits gehandicapte Wirtschaftsstimmung noch mehr torpedieren würde. Hier scheut ein gebranntes Kind das Feuer. 

Zur aktuellen Lage : Bislang notieren die relevanten Aktienindizes zwischen  7% (China!) und 15% unter den Höchstständen vor wenigen Wochen. Es wird jetzt diskutiert, ob eine Erholung V, U oder L-förmig ausfallen wird und wann sie einsetzt. Die einzigen täglichen Fakten liefert der Corona-Infektionsindex der Johns Hopkins University New York. Danach sieht es gar nicht so schlecht aus, denn seit etlichen Tagen gibt es China mehr Geheilte als Neuinfizierte. In anderen Teilen der Welt steigen die Neuinfekte aber noch an.

Die Glaskugel bleibt trübe. Im wikifolio hatte ich eine zu kleine Shortposition und habe diese zu früh zugemacht, Chartechnisch drängen sich nirgendwo Käufe auf. Zwar bleiben Aktien angesichts der Zinslage alternativlos, aber bei sich verstärkender Panik können msssive Abgaben in den ersten Bärenmarkt seit 10 Jahren führen. Es bleibt spannend.

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Das neue Jahr hatte am Kapitalmarkt begonnen, wie das alte endete : mit kräftigen Kurssteigerungen. Für die Chinesen, die ja traditionell etwas später Neujahr feiern, begann das Jahr der Ratte allerdings eher ungut. Das Coronavirus verbreitet sich in Zentralchina rasch und mit hoher Intensität.

Die Macht der Bilder und Meldungen verfehlte ihre Wirkung nicht. Wenn Tausende Touristen auf einem Kreuzfahrtschiff festgehalten werden und wenn China ca. 60 Millionen Menschen in Quarantäne steckt, arbeitet das Kopfkino auf Volllast. Das Virus hat sich längst ins Flugzeug gesetzt und sich in Europa und Deutschland ohne anzuklopfen Zutritt verschafft. Experten rechnen ähnlich wie bei Sars und der Schweinegrippe mit einer Pandemie. Das Tückische am Corona-Virus ist, dass man ihn weitergeben kann, lange bevor man weiß, dass man selbst angesteckt ist. China als aufstrebende Supermacht will sich jedoch keinen unprofessionellen Umgang wie bei der Sars-Epidemie 2002/2003 vorwerfen lassen und zeigt eindeutig Handlungsfähigkeit. In Anbetracht der Infektionsraten und Todesopfer bleiben die Märkte allerdings erstaunlich gelassen.

Vielleicht ist diese Gelaasenheit verfrüht. Immerhin kommen zunächst auf die Flug- und Tourismusindustrie Einbußen zu, weil Flüge von und nach China teilweise komplett gestrichen wurden. Die Chinesen als weltweit reisefreudigste und gern einkaufende Menschen fallen damit immer mehr aus.  Die wegen Quarantäne im Konsum stark eingeschränkten Chinesen stellen sogar ein Menetekel für die Weltkonjunktur dar. Denn der chinesische hat den amerikanischen Verbraucher als stärkste Konsumlokomotive der Welt abgelöst. Neben der Konsum- droht jedoch auch von der chinesischen Industrieseite Ungemach. Die vom Virus besonders stark betroffene Provinz Hubei mit ihrer Hauptstadt Wuhan ist vergleichbar mit der Großregion Chicago und vor allem in der chinesichen Industrieproduktion bedeutsam. Fazit : Die Märkte erscheinen mir persönlich zu sorglos.

Ein weiteres Großereignis stellt sicherlich der endlich durchgeführte Brexit dar. Nach 47 Jahren Mitgliedschaft haben die Briten die europäische Großfamilie verlassen.So manch ein EU-Beobachter meint, dass die einsamen Briten im Beziehungspoker gegen die große EU mit 27 Staaten untergehen. Doch sind die Trümpfe wirklich so einseitig zugunsten der EU verteilt? 

Tatsächlich scheint Großbritannien ohne Handelsabkommen mehr zu verlieren zu haben. Bei einem No Deal ist für britische Unternehmen der Zugang zum Binnenmarkt verschlossen oder sie müssen beim Export gemäß den Regeln der Welthandelsorganisation höhere als die bisherigen EU-Zölle bezahlen.  

Trotzdem will Premierminister Boris Johnson gegen Europa klare Kante zeigen. Das Schicksal seiner an Europa gescheiterten Amtsvorgängerin Theresa May will er nicht erleiden, die von den Auseinandersetzungen mit Brüssel politisch aufgefressen und dann auch noch von ihren eigenen Abgeordneten gemeuchelt wurde. Er will in die Fußstapfen mindestens der Eisernen Lady Margaret Thatcher, wenn nicht sogar in die Winston Churchills, treten.  

Also setzt Johnson auf maximale Provokation und droht selbst mit einem No Deal. Bis Ende des Jahres und ohne jede Verlängerungsoption will er einen Freihandelsvertrag mit der EU schließen. Der Handelsvertrag der EU mit Südamerika hat 14 und der mit Kanada acht Jahre gebraucht. Johnson will sich keinem wirtschafts-, steuer-, subventions-, arbeits- und umweltpolitischem EU-Standard beugen. Dazu droht er Brüssel mit einem „Singapur an der Themse“, einem Wirtschaftsstandort, in dem für Investoren über Steuer-, Sozial-, Regulierungs- und Umweltdumping sowie lockerste Geldpolitik Milch und Honig fließen. Im von hohen Steuern gebeutelten und zunehmend planwirtschaftlich regierten Resteuropa dürfte diese Strategie Angst auslösen. Ich glaube daher eher daran, daß UK nach einer Anpassungszeit auf einen höheren Wachstumspfad als die EU einschwenkt. In Brüssel wird man alles dafür tun, daß es nicht so kommt.

In den USA ging das Impeachment-Verfahren gegen Trump mit einer krachenden Niederlage der Demokraten sang- und klanglos zu Ende. Angesichts der Performance in den Vorwahlen gebe ich den Demokraten kaum eine Chance, die Wahl gegen Trump zu gewinnen. Da Trump der Kandidat der Börse ist, herrscht weiter Rückenwind für US-Aktien.

Mein Ausblick für die nächsten Wochen ist wegen des Coronavirusses vorsichtig. Ein Rückschlag der Aktienkurse weltweit würde mich nicht überraschen. Meine kleine Short-Position zu Monatsende habe ich wieder eingedeckt, an der Relief-Rallye danach allerdings leider nicht teilgenommen.

 

 

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In dieser Dezemberwoche stehen mit der Brexit-Wahl in Großbritannien, der FED und EZB-Sitzung sowie Trumps Zollentscheidung vom 15.12. soviel potentiell Marktbewegendes an, das die meisten Protagonisten an der Börse die Füße still halten und wenig Bwegung an den Märkten festzustellen ist. Zeit, ein wenig die aktuelle Lage zu beleuchten. 

2019 war bisher trotz ständiger neuer Handelskrieg-Geschichten für fast alle Aktieninvestoren auf der Welt ein glänzendes Anlagejahr. Bis zu 20% stiegen die Kurse und bescherten beherzten Anlegern gute Gewinne. Trader und kurzfristige Spekulanten dagegen wurden vom täglichen Auf- und Ab der Trump-Tweets, China-Reaktionen und Nahost-Krisen so gebeutelt, das nur wenige gute Gewinne einfuhren. Einige Hedgefonds performten so schlecht, daß sie schließen mussten. Spekulationsgewinne zu erzielen, ist wohl nicht so einfach, wie mache politisch linksgerichtete Zeitgenossen glauben.

Trotz hitziger Rhetorik kommt Bewegung in den US-chinesischen Handelskonflikt. Zwar hat China nach der US-Unterstützung für die Demokratiebewegung in Hongkong zunächst wenig Handels-Freundlichkeit signalisiert. Doch will China wohl die Frist am 15. Dezember nicht verstreichen lassen, ab der weitere US-Strafzölle von 15 Prozent auf vor allem chinesische Elektronik in Höhe von 156 Mrd. US-Dollar drohen. Insofern konzentrieren sich die Verhandlungen über ein „Phase-Eins“-Abkommen wieder auf den chinesischen Einkauf von US-Agrargütern im Gegenzug für amerikanische Zollrücknahmen. Bis zu einer wirklichen Unterzeichnung bleiben die Aktienmärkte aber in Hab-Acht-Stellung. 

In Ermangelung eines von Amerika und China unterschriebenen Deals hält die Konjunkturskepsis der US-Unternehmen noch an. Der ISM Index für das Verarbeitende US-Gewerbe verharrt mit 48,1 nach 48,3 hartnäckig unterhalb der Expansion anzeigende Schwelle von 50. Trotz eines leichten Rückgangs zeigt sich die Stimmung bei Dienstleistern weiterhin expansiv.  Fed-Chef Powell bemüht sich zwar, weitere Zinssenkungsphantasien zu zerstreuen. Dazu wird die Fed heute wohl eine Pause einlegen. Stand jetzt bleibt 2020 der Zinssenkungstrend jedoch intakt. Und mit Blick auf die Überschuldung auf Staats- aber auch privater Ebene und eines nach Steuersenkung langsameren Wirtschaftswachstums wird sie von Zinsrestriktionen ohnehin Abstand nehmen. Vor amerikanischen Zins- und Renditeerhöhungsängsten - auch nach Inflation - müssen Aktienanleger perspektivisch wenig Angst haben.

Gleiches gilt für die Zinssituation in Europa. Die neue EZB-Chefin Lagarde hat schon signalisiert, an der Minuszinspolitik Draghis festzuhalten. Ohnehin bleibt das Konjunkturumfeld in Europa weiter schwach, wenn auch in D der ZEW-Index in dieser Woche überrraschend expansiv ausfiel. In D werden willige Aktienanleger, die ihre Liquidität rentierlich anlegen wollen, demnächst von Olaf Scholzens "Kleinanlegersteuer" ausgebremst. Damit soll der Vermögensaufbau für Angehörige der Mittelschichten, die noch nicht am Sozialtropf hängen, weiter verteuert werden. Gelungene Wirtschafts-und Finanzpolitik sieht wirklich anders aus, als das, was diese Groko fabriziert.

Trotz aller Belastungen werden die Aktienmärkte auch im neuen Jahr perspektivisch zulegen, solange die Liquidität der Notenbanken nicht abebbt. Da sich im Euro-Raum die wirtschaftlichen Erwartungen nur sehr schwach verbessern dürften, sind für Anleger US-Aktien und mit abnehmendem Handelsstreit auch Emerging Market-Aktien unter Führung Chinas erste Wahl. Solange im EURO Minuszinsen für Liquidität verlangt werden, bleibt der Euro eine Schwachwährung.

2020 bleibt für Trader zu hoffen, daß die Marktzyklen ein wenig stabiler werden und für Trendfolgetrading ausreichen.

 

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