Systematische Trendfolge

Dieter Bender
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Trading Idea

Systematic trend monitoring is more a craft than an art. Not own opinions, expectations, hopes or desires are traded, but real facts resulting from market price developments.

The use of a disciplined and time-tested trend monitoring strategy leads to returns that are substantially higher than long-only investments. I consider naming target returns in trend monitoring systems as dubious, since market conditions determine a large proportion of the performance opportunities.

Trend monitoring models are no replacement for time deposits and no “safe” investment for widows, orphans and grandchildren. There are often drawdowns at the beginning and end of trends because the risk of false signals increases at these points. The same applies to phases without a trend. The aim is to limit losses to 5% of the portfolio value.

For years, this trend monitoring strategy has complemented a long-only portfolio that is diversified according to asset classes as a hedging and leverage strategy.

This wikifolio primarily addresses stock markets via index ETFs on the long and short side and only in special situations also complementary positions in interest rate or commodity ETFs.

The trend monitoring model is long-term oriented and has many asset classes with hit rates aboce 60%. The average holding period of the positions is between two and four weeks depending on the market situation.

I have invested my own money in this wikifolio. show more
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Date created
2012-11-23
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Dieter Bender
Registered since 2012-11-18

Decision making

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Traditionell beginnt ab Anfang November die schon "traditionelle" Jahresendrallye. Traditionell ist daran eigentlich nur die Tatsache, daß regelmäßig der Blätterwald rauscht und die Kommentarspalten der Wirtschaftspresse gefüllt werden. So war die vielbesungene Jahresendrallye im Vorjahr ein gewaltiger Flop, der mit massiven Korrekturen per Ende Dezember auslief. 

Zu Beginn des vierten Quartals stellen sich zahlreiche Marktteilnehmer die Frage, ob die Börsentendenz bis Weihnachten erneut in ähnlichen Kurskapriolen des Vorjahres enden könnte. Eine Antwort auf diese Frage zu finden ist eine Herausforderung, denn die grundsätzlichen Problemstellungen (wie Handelskonflikte, Brexit, Nahost) wurden nicht annähernd gelöst, sondern durch neu hinzugekommene Herausforderungen eher forciert.

Wahrscheinlich der entscheidende Faktor, der das vierte Quartal 2019 deutlich von 2018 abgrenzen könnte, ist die im laufenden Jahr betriebene und noch zu erwartende Notenbankpolitik der US-amerikanischen Fed sowie der Europäischen Zentralbank. Durch Zinssenkungen, erweiterte Wertpapierankäufe und Liquiditätsspritzen steht Anlegern weltweit günstiges Kapital zur Verfügung und nachhaltige Zinssteigerungen sind weiterhin nicht absehbar. Die günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten haben anlegerseitig zur Folge, dass Aktien auf der Suche nach positiven Renditemöglichkeiten nahezu alternativlos sind.

Unter der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird der Euro wohl eine Schwachwährung bleiben. Sie hat bereits angekündigt, das Erbe Draghi mit Minuszinsen zunächst fortzuführen. Auch für die Zukunft können keine Änderungen erwartet werden, weil die EZB mit Rücksicht auf die schwachen EURO-Südländer keine konjunkturschwächende Euro-Aufwertung zulassen kann, nachdem die US-Notenbank ihrer Exportwirtschaft mit währungsschwächenden Zinssenkungen und Staatsanleihenkäufen bereits auf die Sprünge hilft.

Überhaupt spricht der wachstumsfreundliche US-Standort für den Dollar, dem der Handelskonflikt mit China weniger schadet als der exportsensitiven Euro-Wirtschaft. Dollar-stärkend wirken auch die latenten politischen Risiken in Europa. Im Trend hält an den Terminmärkten die Spekulation auf eine grundsätzliche Euro-Schwäche an. Fundamental sehen die wirtschaftlichen Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindex oder IFO weiter schlecht aus. Gefeiert wurde zuletzt bereits eine leichte Stablisierung der Zahlen. So bleibt das Wirtschaftswachstum weltweit unter Druck, wenn auch bislang die Rezession vermieden werden konnte.

Für den Trader bedeutet dies erhöhte Wachsamkeit. Marktabstinenz, wie zuletzt von mir geübt, zahlt sich aber in diesem Umfeld nicht aus. Solange Aktien keine Konkurrenz durch den Zinsmarkt haben, werden die Preise guter Aktien tendenziell weiter steigen.

Ich habe mir den Trendkanal für die vieldiskutierte Wirecard angesehen und erwarte, das der Wert jetzt vor den Zahlen seinen Tiefpunkt erreicht hat. 10% Position long.

 

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Nach langer "Sommerpause" gebe ich auch mal wieder meine "50-cents" zum Marktgeschehen wieder. Zur aktuellen Lage gibt es nicht viel Gutes zu berichten.In den letzten 12 Monaten hat der ifo Geschäftsklimaindex 11 Mal nachgegeben. In Deutschland riecht es nach Rezession. Der weiter tobende US-chinesische Handelskrieg und ein immer wahrscheinlicher werdender No Deal-Brexit nehmen deutschen Unternehmen viel Planungssicherheit. Die ifo Geschäftserwartungen fallen im August so pessimistisch aus wie zuletzt im Krisenjahr 2009.Im verarbeitenden Gewerbe als Kernbranche der deutschen Wirtschaft ist das Stimmungstief besonders markant. Der Industrie-Abschwung zieht jetzt auch die deutsche Binnenwirtschaft in Mitleidenschaft. So sind im Handel die Aussichten sogar noch trüber als in der Industrie. Im Dienstleistungssektor wächst der Zukunftspessimismus rasant und selbst im robusten Baugewerbe zeigen sich erste Sorgenfalten.

Während in Deutschland die "schwarze Null" weiterhin Fetisch bleibt und Ausgaben nur für neue soziale Wohltaten und nicht für Investitionen in den Wirtschaftsstandort da sind, werden in China und USA weiterhin Fakten durch Modernisierungen und Infrastrukturinvestments geschaffen. Die Untätigkeiten der Deutschen wird nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. Dabei stehen bei den "Rekordminuszinsen" die Möglichkeiten sinnvoller Anschubfinanzierungen für die Konjunktur nun wirklich bereit.

Die Politik zieht es aber weiter vor zu unterlassen, als zu tun. Im Vergleich zu anderen Industriestaaten ist Deutschland ein Hochsteuerland für Unternehmen, deren Konkurrenzfähigkeit von innovativen Produkten abhängt. Dabei leistet eine innovative Industriegüterkultur eher der Mittelstand, weniger die Großindustrie. Das gilt neben Unternehmen aus MDAX und SDAX ebenso für Technologiewerte aus dem TecDAX, die vom Megathema Digitalisierung profitieren. Nicht zuletzt laufen Mittelstandsaktien vor allem aus dem Tech-Lager langfristig besser als der DAX. Summa summarum : für Deutschlands Industrie könnten die Rahmenbedingungen deutlich besser sein.

Und für den Anleger ? Mit Finanzminnister Scholz hahben deutsche Wertpapiersparer einen erbitterten Feind in der eigenen gewählten Politik. Er tut so, als wären deutsche Aktienanleger generell Turbokapitalisten, die, wie ein vielzitierter SPD-Kartoon zeigt ,im Liegestuhl die Geldbündel zählen. Neue Steuern wie eine Finanztransaktionssteuer (natürlich nur für deutsche Aktien- Anleger) oder nicht die Nichtentlastung durch die Beibehaltung des Solidariätszuschlags sind Selbstverständlichkeiten für die "achso starken Schultern" der deutschen Kleinanleger.

Die Märkte halten sich angesichts der Vielzahl der Belastungsfaktoren immer noch erstaulich gut. Es halt wohl weniger mit Zuversicht zu tun, als am Mangel attraktiver Investmentalternativen zum Aktienmarkt. Zinsen sind global kaum noch existent, Immobilien sehr teuer oder komplett überbewertet. So gesehen sind globale Aktienmärkte mit KGVs von 13- 20 (USA) noch ein Schnäppchen.

Un daher bleibt abzuwarten, ob der September seinem Ruf als besonders schlechter Börsenmonat gerecht wird. Klar ist, das Trump ab Herbst gute Nachrichten für seinen Wahlkampf braucht. Zumindest ein begrenzter Deal mit China würde mich nicht überraschen.

Trendfolgesysteme haben es seit langem in einem Umfeld schwer, wo ein Tweet von Trump mal eben eine Richtungsänderung für einen Tag oder ein paar Stunden bedeutet. Ich habe,um nicht ständig ausgestoppt zu werden, meine Aktivitäten über den Sommer reduziert. Mit neuem Elan und verbessertem Handelssystem gehe ich jetzt den Herbst an.

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Comment on DB X-TR DAX X2

Sell in May and go away? Immerhin ist mit dem April ein weiterer Monat mit fetten Kursgewinnen beendet worden und so kann man sich schon fragen, ob man nicht besser ein paar Gewinne mitnimmt. Die altbekannte Börsenregel besagt, vor den schwachen Börsenmonaten im Sommer sollten Anleger ihre Aktien unbedingt verkaufen. In dieser Zeit fehlten ohnehin die marktbewegenden Impulse, bestände aber das Risiko, dass angesichts saisonal schwacher Umsätze schon kleinste negative Nachrichten zu Lasten der Aktienkurse aufgebauscht werden. Erst ab September, wenn alle Börsianer aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, sollten erneut Aktienbestände für die Jahresendrallye aufgebaut werden.

So weit, so gut. Doch stimmt das alles überhaupt? Bezogen auf den DAX lag die Weisheit in den letzten 30 Jahren 17 mal richtig und 13 mal falsch. Ein Handelssystem mit 56% Trefferquote also. Nicht komplett daneben, aber auch kein Must-Follow. 

In der guten alten Börsenzeit, als Kapitalmärkte noch anders tickten, Handelszeiten eng begrenzt waren und die Politik sich kaum ins Börsengeschehen einmischte, hatte diese Börsenregel durchaus ihre Berechtigung.  

Heute jedoch handelt man zeitlich fast unbegrenzt und von überall. Viele Marktteilnehmer wie z.B. Hedge-Fonds haben sowieso keine Anlagestrategie, die sich an Saisonmustern orientiert. Ihre Strategie ist Geld verdienen, egal wie und wann.   

Daneben hat sich die Anzahl der Akteure auf dem Börsenspielfeld erhöht. Früher gab es nur Amerika und Europa mit ein bisschen Einfluss aus Japan. Mittlerweile aber spielen Schwellenländer wie China aktiv mit. Sie sind weltwirtschafts- und -finanzpolitisch systemrelevant. Sie machen ihr Ding und stören sich wenig an westlichen Saisonalitätsregeln.

Ohnehin hat die Politik längst die Rolle eines wichtigen Kursmachers übernommen. Egal, ob Brexit, Handelskrieg, Eurosklerose oder die Rettung von Euro-Ländern, Politik bietet großes Börsen-Kino an 365 Tagen. Gerade auch für diesen Sommer sind mit dem möglichen China-USA Handelsabkommen , der Brexit-Lösung und den Europawahlen wichtige Einflüsse zu erwarten.

Statt auf Sommerflaute am Strand zu setzen, glaube ich in diesem Jahr daran, daß wir durchaus relevante Marktbewegungen sehen können, und das nicht allein auf der Baisse-Seite.

Fundamental ist vor allem auf der Zinsseite mit der Rückkehr der FED-Tauben eine deutliche Änderung der Erwartungen eingetreten. Von weiteren Zinserhöhungen, die letztes Jahr noch gesetzt schienen, spricht auch in USA so gut wie niemand mehr. In Europa ist die Liquiditätsversorgung weiter extrem hoch, Sparen bleibt ein masochistischer Akt der Geldvernichtung. Mit zunehmend unerschwinglichen Immobilienpreisen bleibt der Aktienmarkt für viele Europäer die einzige Möglichkeit sinnvoller Geldanlage. Wenn sich die Konjunkturdaten aufhellen, sollten gerade die relativ günstigen EU-Märkte Aufwärtspotential realisieren.

Wie positioniere ich mich im wikifolio? Auch im letzten Monat habe ich auf der Longseite zu wenig investiert. Kleinere Gewinne in der Wirecard-Aktie reichen nicht aus, die Wertentwicklung entscheidend zu verbessern. Charttechnik schlägt auch in diesem Jahr klar die fundamentale Betrachtungsweise, die im ganzen ersten Quartal 2019 zur Vorsicht raten ließ. Künftig werde ich der Charttechnik Vorrang einräumen.

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Im März erlebten die Märkte weiter Kursavancen. Und dies obwohl die globale Konjunktur mehr als angezählt ist. Schlechte Konjunkturdaten belasten eigentlich die Stimmung.Denn trotz ergriffener Stimulierungsmaßnahmen bleibt die Industrie in China schwach und in den USA spricht man sogar von Rezession. In Deutschland sprach man sogar schon vom Absturz der Wirtschaft.

Schlechte Stimmung heißt zwar noch nicht schlechte Lage. Aber je länger die Politik die Stimmung in der Wirtschaft drückt, umso wahrscheinlicher werden tatsächliche Investitions- und Konsumzurückhaltung und Kollateralschäden für die Aktienmärkte. Doch wenn man denkt, es geht fundamental nicht mehr, kommt von irgendwo die frische Liquidität her. 

Und wieder ist die FED, die mit ihren 180 Grad-Wende einen neuen Zyklus der immerwährenden Geldschwemme eingeleitet hat. Das Gespenst der insversen Zinskurve wurde zuletzt als Frühindikator für die Rezession allenthalben thematisiert. Sie war auch von der Fed induziert, indem sie das Ende des Abbaus der Liquiditätsausstattung ab Oktober verkündete. Damit wollte sie angesichts der Überschuldung Amerikas grundsätzlich der Verteuerung der Kreditzinsen entgegenwirken.

Sicherlich nimmt die Fed die konjunkturpsychologische Negativwirkung einer inversen Zinsstrukturkurve ernst. Da sie grundsätzlich als Rezessions-Frühwarnsystem gilt, könnten die Wirtschaftsteilnehmer sich auf einen Abschwung einstellen und präventiv Konsum- und Investitionszurückhaltung betreiben.  

Daher arbeitet die Fed an einer wieder steileren Zinskurve. Die Wirkung der im Herbst beschlossenen geldpolitischen Straffungsmaßnahmen hat die Fed offensichtlich negativ überrascht. In Europa ist sowieso dauerhaft kein Ende der Geldschwemme zu erwarten. Im Gegenteil werden die Reflationsinstrumente neu ausgepackt und sogar neue Zwangsmaßnahmen (Steuer auf Bargeld) diskutiert. Zinssparen im EURO ist damit (für immer?) tot.

So bleiben die globalen Aktienmärkte trotz weiter schwelender ungelöster Konflikte wie Brexit, US-Handelsstreit mit China, EU-Probleme mit Italien etc. attraktiv. Die Marktteilnehmer haben wohl die Hoffnung, das die Vernunft siegt und akzetable Kompromisse letztlich abgesegnet werden.

Im wikifolio habe ich lange aus fundamentalen Gründen keine Long-Positionen gefahren, was sich als Fehler herausgestellt hat. Besser waren Investoren, die rein chartbasiert steigende Märkte gekauft haben. 

 

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